Hertha feiert Big Point und schenkt Labbadia Traum-Einstand

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Und wieder einmal hat der Bruno-Labbadia-Effekt gegriffen:

Mit dem neuen Coach, der zuvor nur einmal sein Debüt an der Seitenlinie verlor, hat Hertha BSC bei der TSG Hoffenheim einen 3:0 (0:0)-Erfolg hingelegt. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)


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In seinem Lieblingsstadion feierte Labbadia somit einen perfekten Einstand. Für den 54-Jährigen, der nach Ante Covic, Jürgen Klinsmann und Alexander Nouri bereits der vierte Hertha-Coach in dieser Spielzeit ist, war es bereits der siebte Sieg in Sinsheim - das schaffte noch kein Trainer.

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Ausgerechnet der frühere Hoffenheimer Vedad Ibisevic (60.) sowie Matheus Cunha (74.) trafen für die Hertha, die zuvor nur eine der zurückliegenden zwölf Partien gegen die TSG gewonnen hatte. Dazu kam ein Eigentor des TSG-Innenverteidigers Kevin Akpoguma (58.).

Labbadia-Comeback nach 364 Tagen

Die Berliner, die seit sechs Auswärtsspielen nicht verloren haben, bestätigten zudem ihre Stärke in der Fremde. Für Labbadia war es 364 Tage nach seiner bisher letzten Partie an der Seitenlinie des VfL Wolfsburg ein gelungenes Comeback in der Liga.(Die Tabelle der Bundesliga)


Auf der anderen Seite geht die Talfahrt der Kraichgauer weiter. Die Mannschaft von Trainer Alfred Schreuder wartet seit sieben Pflichtspielen auf einen Sieg. Durch die achte Heimniederlage stellte die TSG ihren Negativrekord aus der Spielzeit 2012/13 ein. (Spielplan und Ergebnisse)

Beim Geisterspiel in der Sinsheimer Arena lief wie erwartet bei beiden Mannschaften zunächst nicht alles rund. Nach ein paar Minuten waren die Gastgeber aber besser im Spiel als die Berliner. Die Hauptstädter konzentrierten sich erst einmal auf die Defensive. Bei den Zweikämpfen hielten sich beide Teams nicht zurück.

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Nach einer Viertelstunde hatten sich weder die Hoffenheimer noch die Berliner eine Chance erarbeitet. Die Berliner, bei denen der suspendierte "Videokünstler" Salomon Kalou, der gesperrte Vladimir Darida und Karim Rekik fehlten, wurden aber munterer.


Cunha scheitert und trifft doch noch

Das tat der Begegnung gut. Auch die Hoffenheimer, die ohne den kroatischen Vize-Weltmeister Andrej Kramaric, Sargis Adamjan und Ishak Belfodil auskommen mussten, gaben mehr Gas.

Ihlas Bebou hatte die erste Möglichkeit für die TSG (24.). Kurz darauf vergab Christoph Baumgartner eine noch größere Chance für die Kraichgauer (28.).

Die Berliner, deren Investor Lars Windhorst weitere Millionen in den Klub pumpen will, hätten kurz vor der Pause eigentlich in Führung gehen müssen. Nach einem Patzer von TSG-Kapitän Benjamin Hübner und starker Vorarbeit von Ibisevic scheiterte Cunha aus kurzer Distanz am Kraichgauer Torwart Oliver Baumann (41.).


Hertha-Jubelszenen bedenklich

Wenige Minuten nach dem Seitenwechsel war die TSG der Führung nahe. Der eingewechselte Youngster Maximilian Beier vergab aber (54.). Auf der Gegenseite klärte Baumann gegen Ibisevic (55.). Was der Hertha-Routinier nicht schaffte, gelang Akpoguma nach einem Schuss von Peter Pekarik.


Kurz darauf war der starke Ibisevic per Kopf nach einer Flanke von Maximilian Mittelstädt per Kopf zur Stelle.

Dass die Berliner nach beiden Treffern intensiv gemeinsam jubelten, dürfte bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) nicht gerne gesehen worden sein. Nach den beiden Gegentoren warfen die Hoffenheimer alles nach vorne, die Berliner hatten Konterchancen. Cunha machte schließlich den Deckel drauf für die Hertha, netzte doch noch.

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