Lahm: Kimmich noch keine Weltklasse

SPORT1
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Auf welcher Position ist Joshua Kimmich am wertvollsten für den FC Bayern?

Diese Frage ist seit dem 5:2-Sieg gegen Mainz 05 wieder entbrannt. In dem Spiel wechselte Kimmich aus dem zentralen Mittelfeld auf die Position des Rechtsverteidigers und navigierte den Meister von dort zur Wende. (Service: ERGEBNISSE und SPIELPLAN der Bundesliga)

In der Positions-Falle war auch Philipp Lahm zu seinem Karriereende bei dem Rekordmeister. Er wollte lieber im Mittelfeld als in der Viererkette spielen, musste jedoch weitgehend hinten bleiben.

Nun verrät Lahm, wo er seinen ehemaligen Mitspieler - beide agierten von 2015 bis 2017 gemeinsam für den FC Bayern - als beste Lösung sieht. Dabei sieht der Weltmeister von 2014 den Nachfolger noch nicht auf internationalem Topniveau angekommen.

Lahm: Kimmich noch nicht Weltklasse

"Jetzt, da er etabliert ist, ist es schon wichtig, dass man ihn mit einer Position identifiziert und dass er sich auf dieser Position zu einem Weltklassespieler entwickelt. Bei Joshua sehe ich diese Möglichkeit im zentralen Mittelfeld", erklärte Lahm dem Kicker. Er fügte an, weshalb Kimmich als Rechtsverteidiger keine optimale Lösung ist. "Auf der Außenbahn sind von jeher schon immer schnelle Spieler zum Einsatz gekommen. Dieser Trend verstärkt sich, gepaart mit einer starken Physis."

Innenverteidiger, rechter Teil der Viererkette oder Spielgestalter: Kimmich hat alle Aufgaben beim Triple-Sieger bereits ausgefüllt. "Es war Pep Guardiola, der ihn ins kalte Wasser geworfen und ihn auf den unterschiedlichsten Positionen eingesetzt hat. Dadurch hat er auf allerhöchstem Niveau Erfahrung gesammelt und konnte sich entwickeln", erklärt Lahm Kimmichs Flexibilität.

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Lahm: Kimmich noch kein Führungsspieler

Obwohl Kimmich mit dem FC Bayern das Triple gewann und einer der wichtigsten Akteure dabei war, sieht Lahm den Ex-Kollegen noch nicht als einen Führungsspieler. (Service: TABELLE der Bundesliga)

"Beim FC Bayern hat gerade im abgelaufenen Jahr die gewachsene Achse aus Neuer, Alaba, Boateng, Müller und Lewandowski dominiert. Aber das geht ja auch mal zu Ende, und dann kommen neue Führungsspieler. Und das kann die Zeit von Joshua werden", sagte Lahm.