Keine Pfiffe für LeBron? Lakers beschweren sich nach Thriller

Patrick Hauser
Sport1

Die Los Angeles Lakers haben in der NBA ihren siebten Sieg in Folge gefeiert, dabei aber am Ende noch mal kräftig zittern müssen.

Gegen Kellerkind Memphis Grizzlies (5-10) gelang ein knapper 109:108-Sieg, für die Lakers war es bereits der 14. Erfolg im 16. Saisonspiel. Noch nie hatte LeBron James mit einem Team eine so gute Bilanz nach 16 Partien.

Knapp dreieinhalb Minuten vor dem Ende lagen die Grizzlies sogar noch mit fünf Punkten vorn, dann gelangen den Lakers jedoch neun Punkte in Folge zur 109:105-Führung.

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Nach einem verwandelten Freiwurf und einem Korb von Rookie Ja Morant hatten die Lakers nur noch einen Punkt Vorsprung, James brachte den anschließenden Dreier nicht ins Ziel. Die Grizzlies erhielten 1,3 Sekunden vor Ende nochmal den Ball, kamen jedoch nicht mehr zum Abschluss. (SERVICE: Spielplan der NBA)


James und Davis glänzen erneut

Die Lakers konnten sich einmal mehr auf James (30 Punkte) und Partner Anthony Davis (22) verlassen, die fast für die Hälfte der Punkte verantwortlich waren. Bei den Grizzlies kamen mit Morant (26), Jae Crowder (21) und Jaren Jackson Jr. (20) gleich drei Spieler auf mindestens 20 Punkte.

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"Wir sind gelassen geblieben. Das müssen wir tun, wir sind ein sehr zähes Team", sagte James hinterher.

Allerdings gab es auch Grund für Ärger. Trotz 27 Wurfversuchen durfte James kein einziges Mal an die Freiwurflinie. Noch nie hat der Superstar laut ESPN so viele Würfe genommen, ohne einen Freiwurf zu bekommen.

"Es ist frustrierend. LeBron geht den ganzen Abend zum Korb", kritisierte Coach Frank Vogel. 16 von LeBrons 27 Versuchen waren in der Zone.

"Wenn ihr auf meinen rechten Arm guckt, sind da vier oder fünf Schrammen, die in den letzten zwei Spielen herbeigeführt worden, aber nicht abgepfiffen worden sind", monierte James.

Erst zum 14. Mal in 1214 Partien blieb er ohne Freiwurf, in dieser Saison darf er nur noch 5,6 Mal pro Partie an die Linie - bei einem Karriereschnitt von 8,1.

"Wir werden mit der Liga darüber reden", kündigte Vogel an.

Sixers lassen Heat keine Chance

Deutlich souveräner lösten die Philadelphia 76ers (11-4) ihre Aufgabe. Gegen die ebenfalls stark gestarteten Miami Heat (11-4) gelang ein nie gefährdeter 113:86-Sieg, die Sixers bauten damit ihre Heimbilanz auf makellose sieben Siege ohne Niederlage aus.

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Vier der fünf Starter erzielten mindestens 16 Punkte, bester Werfer war Josh Richardson mit 32 Punkten. Joel Embiid gelangen 23 Punkte und elf Rebounds. (SERVICE: Tabellen der NBA)


Bei den Heat konnte nur Tyler Herro mit 20 Punkten die Erwartungen erfüllen. Jimmy Butler, im Sommer von den Sixers nach Miami gewechselt, erzielte lediglich elf Punkte und saß das gesamte letzte Viertel auf der Bank. Die Fans in Philadelphia buhten den Guard über die gesamte Spielzeit aus.

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