Warum Lamborghini aus allen zwölf Zylindern feuert

Gemessen an nahezu allen Maßstäben, die für eine High-End-Luxusmarke gelten, befindet sich Lamborghini auf einem guten Weg. Das Jahr 2019 war das stärkste Verkaufsjahr in der 56-jährigen Unternehmensgeschichte.

Die weltweiten Auslieferungen stiegen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres um 96 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018. Das ist vor allem auf die sehr starke Nachfrage nach dem neuen Sport Utility Vehicle (SUV) Urus zurückzuführen.

Die Marke aus dem italienischen Sant'Agata hält den Rundenrekord für Serienfahrzeuge auf der berühmten Nürburgring-Nordschleife. Werkspilot Marco Mapelli sorgte im Juli 2018 mit einem Aventador SVJ für die Rundenzeit von 6:44:97 Minuten.

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Auch die Rennabteilung des Unternehmens hat viel erreicht und in der Saison 2019 in der GTD-Klasse der IMSA SportsCar Championship den Herstellertitel gewonnen. Zudem hat Lamborghini den Titel im International GT-Open gewonnen.

Stefano Domenicali, Lamborghini-Geschäftsführer

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Stefano Domenicali, Lamborghini-Geschäftsführer Lamborghini S.p.A.

Lamborghini S.p.A.

"Wir haben immer geplant, dass der Urus zu einer Verdoppelung der Produktion beitragen würde, und wir sind auf dem besten Weg, dies zu realisieren", sagte Domenicali im April 2019 gegenüber 'Luxury London' und weiter: "Dabei geht es mir persönlich immer um die Menschen: Ende 2018 waren wir bei 1.750 Mitarbeitern, von denen 70 Prozent in den vergangenen fünf Jahren eingestellt wurden."

"Es sind die Menschen in unserem Unternehmen, die mir am meisten bedeuten. Es geht um ein unglaublich leidenschaftliches und engagiertes Team", so Domenicali.

Was die Zukunft bringt

Mit Blick auf die Zukunft scheinen ein Aventador-Nachfolger, ein völlig neuer 2+2 Grand-Tourer und eine Hybridisierung der gesamten Fahrzeugpalette in Aussicht zu stehen. "Supersportwagen unterscheiden sich von normalen Autos. Da aber Elektrifizierung und Hybridisierung Teil unseres Marktes werden, ist es wichtig, dass unser Forschungs- und Entwicklungsteam dies für unsere zukünftigen Autos untersucht", so Domenicali.

"Der erste Schritt zur Elektrifizierung wird die Hybridisierung in der nächsten Generation unserer Supersportwagen und auch im Urus sein. Während der Sián in limitierter Auflage nicht die Formensprache des nächsten Flaggschiffs vorwegnimmt, könnte der Hybridantrieb - der den 6,5-Liter-Saugmotor von Lamborghini mit einem 48-Volt-Hybridsystem für eine Leistung von 819 PS kombiniert - eine Vorschau auf das sein, was unter der Motorhaube steckt.

So oder so, eines ist sicher: Lamborghini wird mit seinem künftigen Angebot der Tradition des Unternehmens folgen, die da lautet, Maschinen zu produzieren, die Herz und Augen gleichermaßen höher schlagen lassen. "Unser Portfolio muss auch in Zukunft supersportlich bleiben. Das ist der Fokus, den wir beibehalten müssen", so Domenicali.

Bradley Iger

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