Lauterbach kritisiert Bach für Festhalten an Olympia-Plänen

SID
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Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) und dessen Präsidenten Thomas Bach für das strikte Festhalten an der Ausrichtung der Olympischen Spiele in Tokio im Sommer (23. Juli bis 8. August) scharf kritisiert. Ihm fehle etwas Demut bei Bach, sagte Lauterbach bei Sport1.

"Ich finde das sehr problematisch. Wir stehen vor der Ausbreitung sehr gefährlicher Mutationen und Varianten. Wir ringen mit der Pandemie", sagte Lauterbach und meinte mit Blick auf Olympia: "Ich finde einfach, dass solche Wettkämpfe nicht in diese Zeit gehören und dass es besser wäre, sie durchzuführen, wenn die Möglichkeiten wieder sicher sind und sie mit Zuschauern durchgeführt werden können."

Lauterbach meinte weiter, das "sture Durchhalten" mit der Einstellung, der Spitzensport sei von der Pandemie quasi ausgenommen, sei "sehr schwer vermittelbar" und würde auch viele Fans frustrieren. "Zum Geschäft gehört eine gewisse Demut mit dazu. Die vermisse ich manchmal bei Herrn Bach", meinte Lauterbach.