LeBron macht sich für Irving stark

NBA-Superstar LeBron James hat sich nach seinem Statement über Kyrie Irvings Suspendierung vor wenigen Tagen erneut zu Wort gemeldet.

„Ich habe euch gesagt, dass ich nicht daran glaube, verletzende Informationen weiterzugeben. Und das werde ich auch weiterhin tun, aber Kyrie hat sich entschuldigt, und er sollte spielen können“, schreibt der 37-Jährige auf Twitter.

Das sei seine Meinung, heißt es weiter und James fordert dazu auf, Irving eine Chance zu geben: „Helfen Sie ihm zu lernen - aber er sollte spielen.“

Irving war Anfang November von seinem Klub Brooklyn Nets für mindestens fünf Spiele suspendiert worden, da er sich in einem umstrittenen Post auf einen Film voller antisemitischer Botschaften berufen hatte. Deshalb wurde der Point Guard nicht nur suspendiert, er müsse auch sechs Anforderungen erfüllen, um danach zurückzukehren. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur NBA).

James kritisiert Anforderung an Irving

Der Point Guard müsse sich entschuldigen und den Film verurteilen, für den er geworben hat, eine Spende von 500 000 Dollar an Anti-Hass-Organisationen leisten, ein Sensibilitäts- und Antisemitismustraining absolvieren, sich mit einer jüdischen Führung treffen wie auch mit dem Teambesitzer Joe Tasi, um Verständnis für die Situation zu zeigen.

Für James ist die Strafe zu gravierend: „Was von ihm verlangt wird, um wieder zu spielen, halte ich für übertrieben. Er ist nicht die Person, die man von ihm porträtiert. Wie auch immer, zurück zu meiner Reha-Sitzung“, schreibt James, der momentan mit einer Verletzung am linken Adduktoren zu kämpfen hat.

In seiner ersten öffentlichen Äußerung zu Irvings Antisemitismus-Skandal schien James‘ Meinung über Irving noch anders auszusehen, weshalb viele Fans seinen neusten Post als heuchlerisch betiteln. „Ich dulde keinen Hass. Egal welcher Art, egal welcher Rasse... Was Kyrie getan hat, hat vielen Menschen Schaden zugefügt... Ich respektiere das nicht“, schrieb der viermalige Champion in seinem ersten Statement.

Auch Brown steht hinter Irving

„Ich glaube nicht, dass Kyrie Irving antisemitisch ist“, sagte Celtics-Guard Jaylen Brown in einem Interview mit der Boston Globe und führte weiter aus: „Er hat einen Fehler gemacht. Wir wollen nicht für jemanden eintreten, um Hassreden nicht zu verurteilen, aber ich glaube nicht, dass Kyrie Irving antisemitisch ist. Und ich hoffe, die NBA sieht das genauso.“

Irving könnte nach dem Absitzen seiner Fünf-Spiel-Sperre wieder ins Spielgeschehen eingreifen. Die frühestmögliche Comeback-Option ist beim Spiel gegen die Los Angeles Lakers am 13. November. Jedoch ist momentan noch unklar, ob dies der Fall sein wird, denn zurzeit ist noch nicht bekannt, wie viele seiner Anforderungen er bisher erfüllt hat. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der NBA)

Es soll laut dem amerikanischen Sportreporter Marc Stein sogar einige in der Liga geben, die glauben, dass die Checkliste in der Erwartung erstellt wurde, dass er sie nicht erfüllen würde, um so den Weg für eine Entlassung zu ebnen.

Durch Irvings Antisemitismus-Skandal endete auch seine langjährige Partnerschaft mit dem Sportartikel-Hersteller Nike. Brown zeigt dafür kein Verständnis: „Seit wann kümmert sich Nike um ethische Fragen?“, fragt der Celtics-Star auf Twitter und beruft sich dabei auf die Kritik am Ausrüster, der vorrangig in Billig-Lohn-Ländern produziert.

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