Leipzig-Boss Mintzlaff kritisiert Lauterbach und Corona-Politik

SID
·Lesedauer: 2 Min.
German Social Democratic Party (SPD) health expert Karl Lauterbach gestures as he speaks during a news conference, amid the coronavirus disease (COVID-19) pandemic, in Berlin, Germany, March 19, 2021. Stefanie Loos/Pool via REUTERS
Karl Lauterbach bekommt sein Fett weg (Bild: Reuters)

Geschäftsführer Oliver Mintzlaff vom Fußball-Bundesligisten RB Leipzig hat den SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach und die allgemeine Corona-Politik kritisiert. "Ich muss ein bisschen aufpassen, was ich sage. Sonst komme ich in eine Situation, wo ich mich wie Hansi Flick noch entschuldige", sagte der 45-Jährige am Sonntag im Sport1-Doppelpass zum Thema Fan-Rückkehr: "Wobei ich finde, dass er sich da gar nicht hätte entschuldigen müssen, als er sagte, dass Herr Lauterbach alles kommentieren muss. Da kann ich ihm nur beipflichten."

Flick hatte Lauterbach im Februar als "sogenannten Experten" bezeichnet und der Politik pauschal vorgeworfen, ihr gehe es bei der Bewältigung der Pandemie mehr um Wählerstimmen als um die Sorgen der Bürger. Später ruderte der Bayern-Coach zurück und sprach sich gar mit Lauterbach aus.

Demos in Kassel: Polizeieinsatz wird kritisiert

Laut Mintzlaff sei Fakt, "dass die Bundesliga letzte Saison 1,41 Milliarden an Steuern gezahlt hat. Und dass wir alles versuchen, um letztendlich wieder zurückzukommen zu Bildern, wo wir wieder Fans im Stadion haben". Der RB-Boss bemängelte bezüglich der aktuellen Corona-Politik im föderalen System, dass "keiner mehr durchblickt und es mittlerweile auch für uns mühsam ist immer wieder mit neuen Konzepten".

LEIPZIG, GERMANY - SEPTEMBER 20: (BILD ZEITUNG OUT) CEO Oliver Mintzlaff of RB Leipzig looks on prior to the Bundesliga match between RB Leipzig and 1. FSV Mainz 05 at Red Bull Arena on September 20, 2020 in Leipzig, Germany. Fans are set to return to Bundesliga stadiums in Germany despite to the ongoing Coronavirus Pandemic. Up to 20% of stadium's capacity are allowed to be filled. Final decisions are left to local health authorities and are subject to club's hygiene concepts and the infection numbers in the corresponding region. (Photo by Roland Krivec/DeFodi Images via Getty Images)
Oliver Mintzlaff kritisiert die Corona-Politik (Bild: Roland Krivec/DeFodi Images via Getty Images)

Am Samstag waren beim Drittligaspiel zwischen Hansa Rostock und dem Halleschen FC (1:0) erstmals seit November wieder 702 Fans anwesend. Mintzlaff betonte unterdessen auch die Bundesliga habe "in über einem Jahr gezeigt, dass Hygienekonzepte funktionieren und dass es nicht zu einem Ausfall gekommen ist."

"Weil Mallorca so wichtig ist?" Wutrede von Neureuther

Die derzeitige Lage bezeichnete er als "sehr ermüdend" und richtete einen Appell an die politischen Entscheider. Er hoffe, so Mintzlaff, "dass alle anderen so ähnlich wie die Bundesliga ihre Hausaufgaben machen - insbesondere in der Politik. Und wir dann irgendwann wieder die Tore öffnen können und dann wieder Fans im Stadion haben."

VIDEO: "Vielleicht wird Herr Lauterbach ja noch Gesundheitsminister"