Leipzig vor CL-Kracher unter Druck: "Sollten schon gewinnen"

Maximilian Schwoch
·Lesedauer: 3 Min.

Erst die Klatsche in der Champions League, nun die Niederlage bei Borussia Mönchengladbach. RB Leipzig ist nach dem sehr guten Saisonstart plötzlich unter Druck.

Das 0:1 bei den Fohlen, bei dem ausgerechnet RB-Leihgabe Hannes Wolf mit seinem Tor zum Matchwinner avancierte, sorgte zudem noch für den Verlust der Tabellenführung. Die hat sich Triple-Sieger FC Bayern München im Schongang mit dem 2:1-Sieg beim 1. FC Köln erarbeitet. SERVICE: Die Tabelle der Bundesliga).

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Die Sachsen wurde sogar auf Rang drei durchgereicht, weil auch der BVB mit dem 2:0-Auswärtssieg bei Arminia Bielefeld seine Hausaufgaben machte. Das Problem für Julian Nagelsmann: Viel Zeit, um Dinge zu korrigieren, hat er nicht. Schon am Mittwoch empfängt Leipzig in der Champions League den Vorjahresfinalisten Paris Saint-Germain. (SERVICE: Die Ergebnisse der Bundesliga).

Nagelsmann: "Wenig Zeit für Nachbesprechungen"

"Man kann immer Kleinigkeiten mitnehmen, aber wir haben auch wenig Zeit für Nachbesprechungen", erklärte Nagelsmann nach der Gladbach-Niederlage bei Sky. Der 33-Jährige stellte seine Mannschaft gegen Gladbach im Vergleich zur 0:5-Klatsche bei Manchester United auf einigen Positionen um. Unter anderem ließ er Christopher Nkunku und Emil Forsberg zunächst auf der Bank. So kam der 18-jährige Lazar Samardzic zu seinem Startelf-Debüt.

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Gebracht haben die erhofften Änderungen nichts, RB tat sich sehr schwer gegen die tiefstehenden Gladbacher. Dieses Problem solle RB gegen PSG allerdings nicht bekommen. "Paris spielt anders als es Gladbach gemacht hat. Ich glaube nicht, dass die so tief stehen wie Gladbach", sagte Nagelsmann.

Gegen den französischen Meister haben die Bullen noch eine Rechnung offen. Im CL-Halbfinale der Vorsaison unterlag ein über weite Strecken chancenlos RB Paris mit 0:3. "Wir haben gewisse Lehren aus dem Halbfinale gezogen", erklärte Nagelsmann.

Sieg gegen PSG gefordert

Welche das sind, verriet der RB-Trainer nicht. Doch er wird sich etwas überlegen müssen, schließlich sollte gegen PSG etwas Zählbares her. Aktuell liegt Leipzig mit drei Punkten punktgleich hinter Paris auf Rang drei. Da Manchester United die ersten beiden Spiele gewann, sieht es aktuell so aus, als müsste sich Leipzig mit den Franzosen um den zweiten Platz in der Gruppe H duellieren.

Dabei käme eine Niederlage äußerst ungelegen, auch im Hinblick auf den direkten Vergleich, der bei Punktgleichheit zum Tragen kommt. Das weiß auch Nagelsmann: "Wir wissen auch, dass wir in der Gruppenphase schon unter Druck stehen." Die Marschrichtung: "Das Heimspiel sollten wir schon gewinnen, um dann im Rückspiel in Paris nicht diesen Mega-Druck zu haben und eher den Druck auf ihre Seite zu legen."

Der RB-Trainer stellte klar: "Eines der beiden Spiele ist ein Pflichtsieg, wenn wir in der Gruppenphase weiterkommen wollen." Deswegen gelte es, Dinge zu beeinflussen, die vor ihnen lägen. "Und das ist das Spiel am Mittwoch."