Wilderei verkraftet - und nun vergiftetes Geschenk parat

  • Hoppla!
    Ein Fehler ist aufgetreten.
    Versuchen Sie es später noch einmal.
·Lesedauer: 3 Min.
Wilderei verkraftet - und nun vergiftetes Geschenk parat
In diesem Artikel:
  • Hoppla!
    Ein Fehler ist aufgetreten.
    Versuchen Sie es später noch einmal.
Wilderei verkraftet - und nun vergiftetes Geschenk parat
Wilderei verkraftet - und nun vergiftetes Geschenk parat

Blickt man auf die aktuelle Tabelle, dann ergibt sich am Samstagabend nicht wirklich das Bild eines absoluten Topspiels - schließlich empfängt der Tabellenzehnte den Dritten. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Da die Bundesligasaison aber noch in den Kinderschuhen steckt, wirkt die Tabelle noch sehr unaufgeräumt – und nicht nur deshalb ist das Duell zwischen RB Leipzig und dem FC Bayern tatsächlich eines, das ihren Namen verdient. (Bundesliga: RB Leipzig - FC Bayern, ab 18.30 Uhr im Liveticker)

Die Sachsen, mit zwei Niederlagen in drei Spielen schon unter Druck, treffen dabei auf den Klub, den sie für den schwachen Saisonstart mitverantwortlich machen könnten - schließlich tragen Cheftrainer, Kapitän und Abwehrchef des letztjährigen Vizemeisters nun das Trikot des Konkurrenten.

Und doch hört man von RB-Seite kein öffentliches Lamentieren. „Wir werden ihre Qualität vermissen, müssen uns mit unserer Mannschaft jedoch nicht verstecken und haben einen sehr starken Kader“, sagt etwa Keeper Peter Gulacsi im SPORT1-Interview. „Wir fokussieren uns daher eher auf unsere Jungs und unser Spiel als auf den Gegner.“

Leipzig in der Breite besser als die Bayern?

Ähnliches kommt auch RB-Trainer Jesse Marsch über die Lippen. „Beide Spieler (Upamecano und Sabitzer, d. R.) waren in den letzten Jahren unheimlich wichtig für den Verein und die Mannschaft“, stellt Marsch bei Sky zwar heraus. „Aber wir haben immer noch sehr viele erfahrene Spieler und Anführer in unserem Team. Kevin Kampl ist sicherlich einer von diesen. Aber ich könnte hier jetzt sieben, acht Namen nennen. Es ist einfach wichtig, dass wir uns auf uns, unsere Entwicklung und Leistung fokussieren.“

Dass die Leipziger trotz Aderlass und mäßigen Saisonstarts mit Selbstvertrauen ins Topspiel gehen, liegt daran, dass sie dem Rekordmeister dennoch gefährlich werden können - davon ist man bei RB überzeugt.

„Wir haben einen super Kader. Wenn wir auf 20 oder 23 Spieler schauen, sind wir vielleicht ein bisschen stärker“, sagt Marsch. In der Tat tummeln sich auf Seite des vermeintlichen Underdogs mittlerweile so viele aufregende (Jung-)Stars, dass selbst der ruhmreiche FC Bayern in der Breite nicht mehr mithalten kann.

Mit Josko Gvardiol (19), Ilaix Moriba (18), Mohamed Simakan (21) und Brian Brobbery (19) fanden zuletzt vier Ausnahmetalente den Weg nach Leipzig. Zudem holte man Frankfurt-Torjäger André Silva und gab Angelino sowie Benjamin Henrichs nach ihren leihen feste Verträge.

Obendrein spielt sich Dominik Szoboszlai (20) immer mehr in den Vordergrund. Der ungarische Torjäger, der die vergangene Rückrunde verletzungsbedingt komplett ausfiel, gilt ebenfalls de facto als Neuzugang.

Gulacsi hofft auf vergiftetes Geschenk

Kein Wunder, dass Gulacsi optimistisch in die Zukunft blickt – und seinen beiden Ex-Kollegen nicht hinterherweint: „In dem Fall war es wahrscheinlich die richtige Entscheidung, weil wir schon Spieler verpflichtet haben, die in Zukunft auch großartige Spieler auf diesen Positionen werden können.“ (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Ein gutes Gefühl hat der ungarische Keeper vor allem bei den Innenverteidigern Gvardiol und Simakan: „Sie sind auf der einen Seite sehr jung, aber auf der anderen Seite bringen sie schon viel Erfahrung mit.“

Das erste Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (4:0) zeigte bereits, in welche Richtung es gehen kann. RB überrannte die ambitionierten Schwaben und spielte sich in einen Rausch. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Zusammen mit den 34.000 zugelassenen Fans will Jesse Marsch und seine Jungs für das nächste Highlight sorgen – selbst wenn der deutsche Rekordmeister zu Gast ist.

Seinen früheren Mitstreitern Nagelsmann, Upamecano und Sabitzer will Gulacsi am liebsten noch ein vergiftetes „Geschenk“ auf den Weg geben: „Hoffentlich können wir die drei mit einem Sieg verabschieden“, sagt er - und schmunzelt.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.