Auf der Überholspur! Leipzig ganz oben angekommen

SPORT1, Sportinformationsdienst
Sport1

Der frischgebackene Champions-League-Achtelfinalist RB Leipzig hat vorerst die Tabellenführung der Bundesliga übernommen.

Drei Tage nach dem erstmaligen Einzug in die K.o.-Runde der Königsklasse zitterten sich die Sachsen beim lange überforderten Schlusslicht SC Paderborn zu einem 3:2 (3:0) und schoben sich an Borussia Mönchengladbach vorbei auf Platz eins.


Scrollen, um mit dem Inhalt fortzufahren
Anzeige

Am Sonntag könnte die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann aber von den Fohlen von der Spitze verdrängt werden. (Service: Tabelle der Bundesliga)

Alles zum 13. Spieltag im CHECK24 Doppelpass mit Jens Lehmann, Neven Subotic, Andreas Herzog und Marcel Reif am Sonntag, ab 11 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM auf SPORT1.de

Paderborn gibt nicht auf

Startelfdebütant Patrik Schick (3.) und Marcel Sabitzer (4.) sorgten für die frühe Leipziger Führung, Top-Torschütze Timo Werner (26.) baute das Ergebnis vor 13.253 Zuschauern anschließend aus. (Bundesliga: Paderborn - Leipzig im TICKER zum Nachlesen)

Spannend wurde es dennoch, weil Paderborn, das schon in der Vorwoche auswärts Vizemeister Borussia Dortmund ein 3:3 abgerungen hatte, durch Torjäger Streli Mamba (62.) und Kapitän Klaus Gjasula (73.) noch zum Anschluss kam. Mit nur fünf Zählern steht der Aufsteiger weiterhin am Ende der Tabelle.

"Mit dem Ausgang des Spiels bin ich am Ende des Tages zufrieden, gerade mit dem Auftritt in der ersten Halbzeit", meinte RB-Trainer Julian Nagelsmann. "Wir haben trotzdem die eine oder andere Chance liegen lassen in der ersten Hälfte, es hätte deutlicher ausfallen können. Wir hatten nach der Pause zwei sehr gute Kontersituationen."

Jetzt aktuelle Fanartikel der Bundesliga bestellen - hier geht's zum Shop! | ANZEIGE

Schick mit Traumtor für Leipzig

Es dauerte keine drei Minuten, bis Sommerneuzugang Schick im Sechzehner mit einer einfachen Drehung gleich mehrere Paderborner aussteigen ließ und den Ball ins lange Eck chippte. Kurz darauf legte Sabitzer mit einem Flatterball aus rund 20 Metern den zweiten Treffer nach. SCP-Torhüter Leopold Zingerle war dabei nicht ganz schuldlos.

Die Bundesliga-Highlights am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1

Der 23-jährige Schick, der weite Teile der Saison mit Sprunggelenksproblemen verpasst hatte, war nach dem 2:2 gegen Benfica Lissabon als einer von vier Spielern in die Leipziger Elf gerückt.

Peter Gulacsi fiel aufgrund einer Schädelprellung aus, ihn ersetzte der Schweizer Yvon Mvogo zwischen den Pfosten. Zudem fehlten der Schwede Emil Forsberg, der mit seinen späten Toren gegen die Portugiesen den Einzug ins Achtelfinale gesichert hatte, sowie Ethan Ampadu und Marcelo Saracchi.

Hitzige Schlussphase sorgt für Aufreger

Paderborn schüttelte sich und kam etwas besser in die Partie. Gefahr resultierte aus den Bemühungen der Gastgeber aber zunächst kaum. Stattdessen produzierte die Mannschaft von Steffen Baumgart zu viele Fehler. Nach einem Fehlpass von Luca Kilian resultierte der Konter zum 3:0, bei dem Werner vor Zingerle cool blieb. Für den formstarken Nationalspieler war es das bereits 13. Saisontor.


Die Gäste, die bereits in den vorherigen sechs Pflichtspielen auf die sagenhafte Quote von 26:6-Toren gekommen waren, hätten durch Christopher Nkunku (42.), Schick und Werner (beide 52.) die Führung ausbauen müssen.

Die Partie war bis zur letzten Minute offen. Nach einem Zweikampf zwischen Leipzigs Dayot Upamecano und Paderborns Streli Mamba wurde es hektisch. Denn es kommt zu einer kurzen Rudelbildung zwischen den beiden Teams am Seitenaus. Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus konnte die Streithähne jedoch ohne größeren Zwischenfall trennen. Klaus Gjasula (90.+2) und Timo Werner (90.+2) sahen jeweils Gelb.

"Wir haben in der ersten Halbzeit nicht das abrufen können, was wir abrufen müssen, um gegen so eine Mannschaft zu bestehen", meinte SCP-Trainer Steffen Baumgart nach der Partie nüchtern. "Wir lagen verdient mit 0:3 hinten. Es ist schwer, dann die richtigen Worte zu finden. Nach der Pause kamen wir besser in das Spiel und haben die Partie offener gestalten können. Aber zum Fußball gehören zwei Halbzeiten, es ist eine verdiente Niederlage. Das tut weh."

Lesen Sie auch