Lenkerstummel verdreht: Andrea Dovizioso muss Fahrweise anpassen

Sebastian Fränzschky
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Knapp neun Sekunden Rückstand hatte Ducati-Werkspilot Andrea Dovizioso beim Valencia-Grand-Prix nach 27 Runden. Als Achter kassierte der Italiener wichtige Punkte für die Meisterschaft, die er mit etwas Glück noch als Vize-Weltmeister beenden kann. In Valencia wäre für "Dovi" mehr drin gewesen. Ein schlechtes Qualifying und ein Problem im Rennen vereitelten ein besseres Resultat.

"Ich hatte nach acht Runden ein kleines Problem. Das passierte bereits im Training", kommentiert Dovizioso. "Ich fuhr zwei Drittel des Rennens mit einem nach vorne gedrehtem linken Lenkerstummel. Ich musste so fahren. Es war nicht allzu schlimm. Ich konnte mich anpassen. Doch es war schwierig, die Hinterradbremse zu nutzen."

Ohne dieses Problem und den Start aus Reihe sechs hätte Dovizioso durchaus ein Kandidat für das Podium sein können. "Es ist wichtig, dass wir ein gutes Gefühl aufbauen können. Bei diesen beiden Rennen wurde mein Gefühl ein bisschen besser. Es ist keine allzu gute Strecke für mich. Deshalb freue ich mich darüber. Mein Renntempo war nicht allzu schlecht", bilanziert der MotoGP-Routinier.

Andrea Dovizioso kam knapp hinter dem neuen Weltmeister ins Ziel

Andrea Dovizioso kam knapp hinter dem neuen Weltmeister ins Ziel<span class="copyright">Motorsport Images</span>
Andrea Dovizioso kam knapp hinter dem neuen Weltmeister ins ZielMotorsport Images

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"Ich hatte aber zu kämpfen, weil ich von weit hinten starten musste. Wenn man in der heutigen MotoGP von Startplatz 17 ins Rennen geht, kann kein Fahrer ein besonders gutes Rennen zeigen. Man kann Positionen gutmachen, aber viel mehr auch nicht. Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Wenn wir aus der zweiten oder dritten Reihe gestartet wären, hätte ich vielleicht ums Podium kämpfen können", grübelt der Ducati-Pilot.

Unmittelbar vor dem Saisonfinale in Portimao liegt Dovizioso auf der sechsten Position in der Meisterschaft. Zu Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha) auf Platz zwei fehlen aktuell 17 Punkte. Suzuki-Pilot Alex Rins hat als WM-Dritter aktuell 13 Zähler mehr als Dovizioso auf seinem Konto. "Wir wollen die Meisterschaft in den Top 3 beenden. Das ist nicht unmöglich", stellt "Dovi" fest.

Der Traum vom WM-Titel platzte für Dovizioso bereits vor einer Weile, als er realisierte, dass er in dieser Saison mit stumpfen Waffen kämpft. "Suzuki und (Joan) Mir verdienen es", gratuliert er dem neuen Weltmeister. "Ich freue mich für sie, denn sie haben richtig gearbeitet. Sie waren in dieser Saison am konstantesten."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.