Leroy Sane: Auf bestem Weg in die Weltklasse

Als Leroy Sane im vergangenen Sommer vom FC Schalke 04 zu Manchester City wechselte, wurde sein Transfer innerhalb der Branche durchaus kritisch beäugt. Der Schritt sei zu groß, er käme zu früh, kritisierten Fußballfans und -experten. Oliver Kahn etwa meinte gegenüber dem kicker, Sane sei ein vielversprechendes Talent, "das bei Schalke ein paar gute Spiele gemacht hat. Ob er sich mit dem Wechsel hinsichtlich seiner sportlichen Entwicklung einen Gefallen getan hat, wage ich zu bezweifeln", und stellte fest: "Sein Wechsel kam zu früh." Inzwischen ist jedoch klar: Sein Wechsel war genau der richtige Schritt, und er kam keineswegs zu früh.

Löw: Keine Ausreden

Zunächst wägten sich die Kritiker noch im Recht, Sane kam in der Hinrunde selten über die Rolle des Jokers hinaus und schien nur einer von vielen Spielern zu sein, die bei den Citizens nicht auf die gewünschten Einsatzzeiten kamen. Seit dem Jahreswechsel ist die Situation aber eine andere. Plötzlich ist Sane gesetzt. Er hat die Umstellung vom deutschen auf den englischen Fußball gemeistert, die Spielidee von Pep Guardiola verinnerlicht und aufgesogen. Nicht umsonst stand der gebürtige Essener in den vergangenen sieben Ligaspielen der Premier League immer in der Startelf, machte sechs Partien davon über die volle Distanz.

Unter Guardiola hat sich Sane taktisch innerhalb kurzer Zeit enorm weiterentwickelt, seine Voraussetzungen sind ohnehin unumstritten und extrem verheißungsvoll. Insbesondere sein Tempo und seine Stärken im Eins-gegen-eins sind selten und auf höchstem Niveau enorm gefragt.

In Manchester trainiert er nun unter einem der besten Trainer der Welt, er kann sich tagtäglich mit Weltklasse-Akteuren wie Kevin De Bruyne, Sergio Agüero oder David Silva messen. Da er nun auch die unabdingbare Spielzeit bekommt, zahlt sich sein Wechsel schon jetzt aus. Dabei steht Sane im zarten Alter von 21 Jahren noch am Anfang seiner Entwicklung. 

"Die Qualität war von Anfang an da. Er spielt gut, aber wir zeigen ihm auch eine Menge Clips von Dingen, die er nicht so gut macht und die er verbessern kann", meinte Guardiola Anfang des Monats und lobte: "Er wird jeden Tag besser. Er ist so schlau, ein intelligenter Junge, und er wird sich noch mehr verbessern. Wir helfen ihm dabei, dass er dahin kommt, wo er sein kann." Und genau dafür sind die Voraussetzungen in Manchester besser als bei Schalke. Deshalb war sein Wechsel auch genau der richtige Schritt.

Folge Niklas König auf

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen