Biathlon-Star bürstet gegen Kritiker: "Bundestrainer auf der Couch"

SID
·Lesedauer: 1 Min.

Der ehemalige Biathlon-Weltmeister Erik Lesser hat für die harsche Kritik an seinem Teamkollegen Philipp Horn in den Sozialen Netzwerken kein Verständnis.

"Das geht jetzt an alle Zuschauer, die sich da auslassen mussten über seine nicht ganz gute Leistung. Das ist absolut fehl am Platz", sagte der 32-Jährige in der ARD unmittelbar nach seinem achten Platz beim Heim-Weltcup in Oberhof im Massenstart über 15 km.

"Die Bundestrainer auf der Couch können sich das echt sparen", fügte der Ex-Weltmeister aus Thüringen an.

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"Er hat letztes Jahr Martin Fourcade bei der WM zurechtgewiesen. Da war er unser gefeierter Held in der Staffel, und jetzt am Freitag hat er halt nicht die beste Leistung abgeliefert", sagte Lesser.

Lesser verteidigt Horn nach Social-Media-Kritik

Horn hatte sich am Freitag an gleicher Stelle als Schlussläufer der deutschen Staffel im Liegendschießen drei Strafrunden geleistet und so den greifbar nahen Sieg vergeben. (Ergebnisse: Alles zum Biathlon)

Letztlich wurde die Mannschaft des Deutschen Skiverbandes (DSV) Fünfter. Horn musste dafür in den Sozialen Netzwerken Kritik, aber auch Beschimpfungen weit unter der Gürtellinie über sich ergehen lassen.

"Er hat einfach nicht die beste Leistung abgeliefert, aber das hat er nicht verdient", sagte Lesser, der seinen Mannschaftskameraden schon unmittelbar nach dem Rennen in Schutz genommen hatte. "Er wird trotzdem von uns wieder auf die 4 gesetzt - weil er einfach ein geiler Typ ist."