Lewis Hamilton: F1-Strafen wie 2020 "werden nicht wieder passieren"

Juliane Ziegengeist
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Weltmeister Hamilton erhielt während dieser Formel-1-Saison insgesamt drei Rennstrafen. Zwar hatte keine einen Einfluss auf seinen siebten Titel, aber sie fielen mit drei der sechs Grands Prix zusammen, die er 2020 nicht gewinnen konnte.

Die erste Strafe ereilte Hamilton beim Saisonauftakt in Österreich, als er eine Fünf-Sekunden-Strafe für eine Kollision mit Alexander Albon erhielt und dadurch vom zweiten auf den vierten Platz zurückfiel. Noch härter traf es den Mercedes-Piloten beim Grand Prix von Italien, wo er einen zehnsekündige Stop-and-Go-Strafe absolvieren musste.

Der Grund: Hamilton war zu einem Zeitpunkt in die Boxengasse gefahren, als diese noch geschlossen war. Nach Absitzen der Strafe fiel er vom ersten auf den letzten Platz zurück. Am Ende konnte er sich immerhin noch auf Rang sieben vorkämpfen.

Statt Strafen-Ärger wachsender Respekt

Am meisten ärgerte sich der Weltmeister aber über zwei Zeitstrafen zu je fünf Sekunden, die die Rennkommissare ihm in Sotschi aufbrummten, weil er vor dem Rennen Trainingsstarts an der falschen Stelle absolviert hatte. Hamilton wütete, die Stewards hätten versucht, ihn "einzubremsen" und bezeichnete die Strafen als "lächerlich".

"Letztendlich sagt man Dinge in der Hitze des Gefechts", räumt der 35-Jährige mittlerweile ein. "Wenn man das Gefühl hat, dass man manchmal gegen den Strom schwimmt, dann ist das, glaube ich, eine menschliche Reaktion. Rückblickend können wir immer reflektieren und denken, dass wir Dinge anders machen können."

Genau deshalb hält Hamilton fest: "Ich denke, wir sind in diesem Jahr sehr gewachsen, sowohl als Sport als auch durch die Schritte, die wir gegangen sind. Auch wenn ich die Stewards nur selten zu Gesicht bekomme, denke ich, dass der Respekt zwischen uns, der FIA und den Stewards gewachsen ist - und auch das Verständnis."

Hamilton: "Ich habe meine Lektion gelernt"

Zwar sei er immer noch nicht der Meinung, dass die Strafen, die er erhalten hat, "die notwendigen Strafen waren". Gleichzeitig betont der Brite: "Es ist nicht meine Aufgabe zu entscheiden, was die Strafe sein sollte." Er habe seine Lektion jedenfalls gelernt.

"Sie werden mich nicht noch einmal dafür erwischen, das ist sicher", verspricht Hamilton. "Ich muss einfach sehr wachsam und gewissenhaft sein. Als Athlet versuche ich natürlich immer, einen Vorteil, ja, das gewisse Extra zu finden. Es ist ein schmaler Grat. Ich habe daraus gelernt, und es wird nicht wieder passieren."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.