Lewis Hamilton: Warum Formel-1-Fahrer keine Beziehungstypen sind

Norman Fischer
motorsport.com

Es schien eine glückliche Ehe ohne Skandale zu sein, doch in Abu Dhabi zerbrach plötzlich das Bild von der heilen Welt: Valtteri Bottas und seine Emilia lassen sich nach drei Jahren Ehe und knapp zehn Jahren Beziehung scheiden - offiziell aufgrund der Herausforderungen in der Karriere.

Lewis Hamilton kann diese Situation nachvollziehen. Zu Beginn seiner Karriere stand er vor allem mit seiner On-Off-Beziehung zu Nicole Scherzinger in den Schlagzeilen, von festen Partnern war danach nichts mehr zu lesen. Der Brite weiß, dass in seinem Job das Privatleben zu kurz kommt.

"Das ist bei vielen Sportlern wohl ähnlich. Wir reisen viel und sind einfach für eine unglaublich lange Zeit weg", sagt er. Das sei für ihn ein großer Ballast und eine Bürde für eine Beziehung, in der nicht alles perfekt läuft.

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Hinzu komme die richtige Balance aus Entschlossenheit für den Sport und den Genuss seiner Freizeit. "Das finde ich extrem schwierig", sagt der Brite. "Du willst so konkurrenzfähig wie möglich sein. Du willst zu 100 Prozent dahinterstehen, weil du nicht weniger engagiert als dein Nebenmann sein willst." Doch eine Beziehung würde Verantwortung auf andere Bereiche lenken.

"Es gibt nur eine gewisse Menge, die du als Ganzes geben kannst", sagt er. "Es kommt darauf an, wie viele Opfer du bringen willst."

Doch Hamilton weiß auch, dass es Beispiele gibt, die beide Welten unter einen Hut bekommen. "Man muss nur auf Seb schauen", verweist er auf Sebastian Vettel, der erst in Abu Dhabi zum dritten Mal Vater geworden ist und seine langjährige Freundin Hanna in diesem Jahr geheiratet hat. "Es gibt viele Sportler, die im Hintergrund ein glückliches Leben führen."

Mit Bildmaterial von Sutton.

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