Lewis Hamilton: Kampf gegen den Klimawandel und für mehr Diversität

Ruben Zimmermann
motorsport.com

Abseits der Rennstrecke steckt Lewis Hamilton viel Kraft in soziale Projekte. Der sechsmalige Weltmeister engagiert sich beispielsweise im Kampf gegen den Klimawandel und für den Tierschutz. Dem Magazin 'Style' hat der Mercedes-Pilot nun ein Interview gegeben, indem er über diese Dinge spricht. "Der Klimawandel ist eine ernsthafte Gefahr", warnt Hamilton dort.

"Jeder von uns trägt die Verantwortung, unsere Zukunft und die Zukunft der nächsten Generation zu schützen", so der 35-Jährige. Er wisse, dass sein Beruf als Rennfahrer in dieser Hinsicht negativ vorbelastet sei. Denn auch wenn die Formel 1 über die Jahre immer "grüner" geworden ist, gilt sie bei vielen Menschen noch immer als Klimaverpester.

"Aber wir müssen nicht perfekt sein, um ein Teil der Lösung zu sein", erklärt Hamilton und erinnert daran, dass seine Stimme als Person des öffentlichen Lebens viel Gewicht habe. Das bringe auch "Verantwortung" mit sich, weshalb er nicht nur mit der Formel 1 sondern auch mit Sponsoren und Arbeitgeber Mercedes an Projekten zum Klimaschutz arbeite.

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Ein weiteres Thema, das Hamilton am Herzen liegt, ist die Diversität in der Königsklasse. Der Brite schaffte es 2007 als erster farbiger Pilot in die Formel 1. "Die Wahrheit ist, dass es unglaublich schwer war, durch Durchbruch in diesem Geschäft zu schaffen", verrät Hamilton und ergänzt: "Ich wünschte, ich könnte sagen, dass es heute besser ist."

"Aber ich denke, dass die Situation eher noch schlimmer als je zuvor ist. Motorsport ist so teuer, dass die Arbeiterklasse und Leute mit niedrigerem Einkommen davon ausgeschlossen sind", ärgert sich der Serienweltmeister. Sein persönliches Ziel sei es trotzdem, ein Vorbild für Kinder aus den entsprechenden sozialen Schichten zu sein.

"In Großbritannien haben wir ein Sprichwort: 'You can't be it if you can't see it.' Kinder müssen erfolgreiche Leute sehen, die wie sie aussehen", erklärt Hamilton und ergänzt: "Nur so wissen sie, dass sie ihre Träume erreichen können. Leider gibt es in der Formel 1 heute kaum Diversität." Das betreffe nicht nur Fahrer, sondern auch Ingenieure und Mechaniker.

Aufgeben will Hamilton den Kampf aber nicht. Er habe auch keine Angst davor, sich dabei von einer verletzlichen Seite zu zeigen. "Ich denke, die traditionelle Vorstellung, was 'maskulin' ist, verändert sich. Die Leute realisieren langsam, dass man nicht unverwundbar sein muss. Es liegt auch eine Stärke darin, seine Verwundbarkeit zu zeigen", so Hamilton.

Mit Bildmaterial von LAT.

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