Lewis Hamilton: "Psychokrieg" ist nur was für die Schwachen!

Christian Nimmervoll
motorsport.com

Lewis Hamilton hat bei den Wintertests der Formel 1 in Barcelona in der ersten Woche den zweiten und in der zweiten Woche den fünften Platz belegt. Teamkollege Valtteri Bottas war beide Male Schnellster. So haftet Mercedes erneut die klare Favoritenrolle an, bevor am 15. März der Saisonauftakt (Grand Prix von Australien in Melbourne) stattfindet.

Anders als Medienvertreter und Fans hat der Titelverteidiger aber keine Energie dafür aufgewendet, die Testzeiten verschiedener Teams zu interpretieren: "Ich schaue bei den Tests auf niemanden sonst", winkt er ab. "Wir konzentrieren uns auf unsere eigenen Aufgaben, und ich habe ehrlich keine Ahnung, was die anderen tun."

Er sei aber schon lange genug dabei, sagt Hamilton, um eins zu verstehen: "Man kriegt mit der Zeit mit, wie immer wieder versucht wird, uns die Favoritenrolle in die Schuhe zu schieben." Wohingegen Ferrari und Co., so unterstellt er, jammern, wie weit sie nicht im Rückstand seien. "Damit sie dann die Erwartungen übertreffen können", erklärt Hamilton seine Theorie.

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Dahinter steckt: Wenn ein Team wie Ferrari 2019 die Wintertests dominiert, dann aber in Melbourne Vierter und Fünfter wird, wird das als herber Rückschlag gewertet. Wer hingegen bei den Wintertests hinterherfährt und dann in Melbourne Vierter und Fünfter wird, der kann den Saisonauftakt als Erfolg verbuchen und hat gute Stimmung im und ums Team.

Aber das sind Spielchen, auf die sich der sechsmalige Weltmeister nicht einlässt: "Manche scheinen zu denken, dass es ein Psychokrieg ist. Ist es nicht. Wirklich nicht. Nur für die, die im Kopf schwach sind! Von uns prallt das ab."

Und Hamilton sagt: "Unser Auto ist besser als das vorjährige Auto. Aber ich bin mir sicher, das ist bei allen so. Es ist eine Evolution. Wir alle haben mehr Anpressdruck."

"Es fühlt sich an die wie logische Fortsetzung von dem, was wir vergangenes Jahr hatten."

Mit Bildmaterial von LAT.

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