Lockerungen in Spanien: Marc und Alex Marquez trainieren wieder Motocross

Gerald Dirnbeck
motorsport.com

In dieser Woche ist weiten Teilen Spaniens wieder ein Stück Normalität eingekehrt. Lediglich Barcelona und Madrid sind von den Lockerungen ausgenommen. Marc und Alex Marquez, die in der Stadt Cervera in der Provinz Lleida leben, konnten nun auch wieder mit dem Motorradtraining beginnen.

Seit Anfang Mai war es wieder erlaubt, in der Natur mit dem Fahrrad zu fahren. Das haben die Marquez-Brüder auch ausgiebig genutzt. Nun durften sie zum ersten Mal seit 11. März wieder auf ein Motocross-Motorrad steigen.

Am Dienstag (19. Mai) fuhren Marc und Alex Marquez zum "El Bosquet"-Circuit in Ponts, etwas mehr als eine Stunde von ihrem Wohnort entfernt. "Nach zwei Monaten Pause war es während der ersten Runden etwas seltsam, wieder mit dem Motorrad zu fahren", sagt Weltmeister Marc Marquez.

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"Aber relativ rasch habe ich mich besser gefühlt, weil sich die Muskeln und auch der Kopf wieder an alles erinnert haben. Es war sehr schön, wieder fahren zu können. Das ist ein Gefühl, das man sonst nirgendwo erlebt. Schritt für Schritt kehren wir zu einem normalen Leben zurück."

Genauso kommentiert Moto2-Weltmeister Alex Marquez die ersten Runden nach der langen Zwangspause: "Es war großartig, wieder normal trainieren zu können! Es war eine große Freude, wieder auf der Motocross-Strecke zu sein."

"Wenn das deine Leidenschaft ist, dann genießt man das immer sehr. Man braucht ein Motorrad in seinem Leben. Es hat sich wieder normal angefühlt. Leider ist die Welt noch nicht zurück in der Normalität. Auch wir Fahrer müssen uns anpassen und das Beste aus der Situation machen."

Immer mehr Fahrer trainieren wieder mit einem Motorrad

Am Donnerstag (21. Mai) fand auch auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya der erste Trackday seit 68 Tagen statt. Bei einem privaten Training waren unter anderem Alex Rins, Ana Carasco, Gabriel Rodrigo und Xavi Vierge mit Superbikes auf der Strecke.

Das erste MotoGP-Rennen ist für den 19. Juli in Jerez geplant. Deswegen beginnen alle Fahrer wieder ihr Training, weil sie nun ein konkretes Datum haben, auf das sie sich vorbereiten können. Die Marquez-Brüder zählten zu den letzten Fahrern, die wieder Motocross fahren durften.

In Italien konnten Valentino Rossi und die Fahrer der VR46-Akadmie schon vor knapp zwei Wochen wieder die MotoRanch benutzen. Auch Andrea Dovizioso und Danilo Petrucci sind schon wieder fleißig mit dem Motocross-Bike unterwegs.

Jene Fahrer, die in Andorra wohnen, haben ebenfalls seit etwas mehr als einer Woche wieder eine Trainingsmöglichkeit. Der Andorra-Circuit, eine relativ kleine Supermoto-Anlage, ist wieder geöffnet. Rins, Tito Rabat, Maverick Vinales und Pol Espargaro gaben dort Gas. Fabio Quartararo fuhr zu einer Motocross-Strecke nach Basella in Spanien, südlich von Andorra.

Mit Bildmaterial von Repsol.

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