Lucas Auer: Weiteres Class-1-Jahr hätte BMW-Wende gebracht

Markus Lüttgens
·Lesedauer: 2 Min.

BMW hätte in der DTM die Lücke zu Audi schließen können, falls 2021 beide Hersteller unter dem bisherigen Class-1-Reglement weitergefahren wären. Davon ist Lucas Auer überzeugt. "BMW hat in diesem Jahr eine Menge gelernt. Ich denke, es wäre deutlich enger gewesen und nicht genau so wie in diesem Jahr gelaufen", sagt Auer im Interview mit 'motorsport.com', das im Dezember 2020 geführt wurde.

Nachdem Audi schon 2019 nach der Einführung der Turbomotoren BMW deutlich überlegen war, dominierten die Ingolstädter die Saison 2020. Lediglich zwei von 18 Rennen konnte BMW gewinnen. Einen der beiden Siege hatte Auer am Lausitzring eingefahren.

Der Neffe von DTM-Boss Gerhard Berger glaubt aber, dass BMW trotz dieses klaren Kräfteverhältnisses das Blatt hätte 2021 wenden können. "Es war zwar ein schwieriges Jahr für BMW, aber die Leute dort sind sehr erfahren und wissen, was sie tun", sagt er. "Ein Jahr mehr, und wir hätten die Lücke schließen oder sogar vorbeiziehen können."

Dass sich BMW gegenüber Audi in der DTM-Saison sehr schwer tun würde, zeichnete sich von Anfang an ab. Auch wenn es Auer noch nicht direkt in voller Deutlichkeit klar wurde. "Beim Test vor der Saison hat jeder andere Sachen gemacht. Für mich ging es darum, viel zu lernen", sagt der Österreicher, der 2020 zu BMW gewechselt war und auch für dieses Jahr noch bei den Münchenern unter Vertrag steht.

"Dann in Spa [beim Saisonauftakt] dachte man schon: Shit, der Abstand ist gewaltig. Aber wir waren uns nicht ganz sicher, denn Spa war eine neue Strecke, und anschließend waren wir näher dran", so Auer weiter. Dann habe sich jedoch rasch abgezeichnet, dass BMW Audi nur unter besonderen Umständen schlagen kann.

"Sie haben vor allem im Qualifying dominiert, und auch beim Team-Management während des Rennens", sagt Auer. "Sie habe alle besser hinbekommen, und ehrlich gesagt war es denn recht schnell klar [dass wir sie nicht schlagen können]."

Mit Bildmaterial von ITR.