Münchener Stadtrat lehnt Bewerbung für LoL-EM ab

Fabian Sieroka
Sport1

Bereits im Dezember wurde im Münchener Stadtrat diskutiert, ob eine Bewerbung für die Europameisterschaft 2021 in League of Legends in Frage käme. Heute fiel der finale Beschluss - dagegen.


Es war die große Chance für die bayerische Landeshauptstadt, einen großen Schritt in Richtung eSports-Präsenz und Akzeptanz zu machen. Kolportierte 160.000 Euro Kosten für die Veranstaltung in der Olympiahalle standen im Raum, am 22. Januar stimmte der Stadtrat final darüber ab, ob eine Bewerbung weiterverfolgt würde.

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"Der Antrag des Referenten wurde gegen die Stimmen von CSU, FDP und StR Schmude abgelehnt", geht es auf dem offiziellen Beschlussprotokoll hervor.

Knackpunkt war Miete der Olympiahalle

Zum ursprünglichen Vorhaben des Wirtschaftsreferenten Clemens Baumgärtner von der CSU hat SPORT1 bereits im vergangen Jahr berichtet. Auch im Dezember 2019 sprach sich die SPD im Stadtrat dagegen aus. Christian Pfaffinger, Sprecher der SPD, bezeichnete das Vorhaben als "zu kommerziell".


Diskussionsgrundlage war in erster Linie die Miete für die Olympiahalle. Riot Games verlangte eine Unterstützungsleistung von insgesamt 400.000 Euro, 250.000 kämen vom Freistaat. Die verbleibenden 150.000 Euro gingen an den Publisher und kämen als Miete für den Veranstaltungsort wieder zurück.

Die ursprüngliche Deadline für eine Bewerbung lief am 31. Dezember ab. Demnach hat die Abstimmung am 22. Januar eine Weiterverfolgung der wohl schon bestehenden Bewerbung abgelehnt.

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