Darum macht ein Alonso-Comeback bei Renault Sinn

Ralf Bach
Sport1

Die Zutaten für das Sensations-Comeback sind gerichtet.

Fernando Alonso (39), so erfuhr SPORT1, befindet sich in intensiven Verhandlungen mit Renault, um 2021 mit dem französischen Werksrennstall in die Formel 1 zurückzukehren.


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Möglich wurde der nächste Schritt zum Comeback des Spaniers vergangene Woche durch das Bekenntnis der Franzosen, sich auch langfristig an die automobile Königsklasse zu binden.

Renault will mit Alonso attackieren

Das Projekt stand beim Vorstand auf dem Prüfstand, doch die zukünftigen Kostensparmaßnahmen der Formel-1-Manager von Liberty Media und des Automobilweltverbands FIA (Budgetobergrenze von nur noch 145 Millionen Dollar) gaben den Ausschlag. Renault will jetzt weiter voll attackieren und Alonso soll dabei eine Hauptrolle spielen.

Und das nicht nur als Fahrer: 2021 und 2022 soll der Asturier, der 2005 und 2006 beide WM-Titel mit den Franzosen erzielte, noch selbst ins Lenkrad greifen, dann könnte er eine leitende Funktion bei Renault übernehmen. Sogar eine Teilhaberschaft nach dem Vorbild von Toto Wolff bei Mercedes ist im Planspiel vorhanden.


Sein Vertrauter und (Ex)-Manager Flavio Briatore jedenfalls ist guter Dinge, dass der Deal klappt. Briatore: "Die Historie stimmt, die Chemie passt, es macht für beide Seiten Sinn."

Alonso fühlt sich bei Renault wohl

Alonso, der als extrem politischer Fahrer gilt, fühlte sich bei Renault immer gut aufgehoben. Schon 2008 kehrte er nach Streitigkeiten bei McLaren-Mercedes zu den Franzosen zurück und gewann den Großen Preis von Singapur, weil Teamchef Briatore seinen Nummer-2-Fahrer Nelson Piquet junior absichtlich in die Mauer fahren ließ.

Die handelnden Personen sind mittlerweile andere, doch das positive Gefühl ist bei Alonso bis heute geblieben.

Auch sein ehemaliger Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali glaubt deshalb an ein Comeback bei Renault: "Es sind fantastische junge Fahrer auf dem Markt, aber Fernando würde für ein anderes Level sorgen."


Der jetzige Lamborghini-Präsident, der auch immer noch in engem Kontakt zu Alonso-Manager Briatore steht, weiter: "Natürlich kann er mit einem guten Auto stärker sein, mit einem sehr schnellen Auto, aber Fernando wäre eine Bereicherung für die Formel 1, wenn er zurückkommen würde."

Verhindert Vettel Alonso-Comeback?

So denken auch die Formel-1-Vermarkter von Liberty Media. Nach Informationen von SPORT1 pushen sie deshalb Alonsos Rückkehr-Pläne.

Wann eine Entscheidung fällt, bleibt indes offen. Experten glauben: Nur Sebastian Vettel könnte dem Mega-Deal noch in die Quere kommen.

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Renault-Teamchef Cyril Abiteboul kryptisch: "Es gibt mehrere Optionen, Alonso ist eine davon, aber für 2021 stehen mehrere hervorragende Fahrer zur Verfügung. Wir werden uns die Zeit zum Nachdenken nehmen, weil es eine äußerst wichtige Entscheidung ist."

 

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