"Er macht etwas Besonderes": Andrea Dovizioso lobt Marc Marquez

Gerald Dirnbeck
motorsport.com

Andrea Dovizioso beendete die erste MotoGP-Saisonhälfte 2019 zwar als WM-Zweiter, doch sein Rückstand auf Marc Marquez ist in den ersten neun Rennen auf 58 WM-Punkte angewachsen. Nach zwei Vizetiteln hintereinander sieht es derzeit auch danach aus, dass Dovizioso den Spanier nicht vom Thron stoßen kann. "Ich würde sagen, dass sich die Konkurrenz insgesamt mehr gesteigert hat als Ducati", nimmt sich Dovizioso in der Analyse der Lage bei 'Motorsport.com' kein Blatt vor den Mund.

"Das Paket Honda und Marquez ist stärker. Die Suzuki-Fahrer haben Fortschritte gemacht und ihr Motorrad ist auch besser geworden. Yamaha ist konkurrenzfähiger als im Vorjahr. Dazu gibt es heute in der MotoGP viele talentierte Fahrer. Das macht die Weltmeisterschaft komplizierter. Statt im Kampf gegen Marquez stärker und stärker zu werden, haben wir Schwierigkeiten. Marquez gewinnt jedes Rennen und manchmal sind auch andere Fahrer schneller als wir."

Nur beim Saisonauftakt in Katar konnte der Italiener Marquez besiegen

Scrollen, um mit dem Inhalt fortzufahren
Anzeige
Nur beim Saisonauftakt in Katar konnte der Italiener Marquez besiegen <span class="copyright">LAT</span>
Nur beim Saisonauftakt in Katar konnte der Italiener Marquez besiegen LAT

LAT

Marquez und Dovizioso haben je einen Ausfall in der Tabelle stehen. Sind die 58 Punkte Unterschied deshalb ein realistisches Bild? "Ich möchte nicht die Fortschritte von Honda betonen, denn ich sehe es als Kombination zwischen Marc und seinem Motorrad", hält der Italiener fest. "Von außen ist es schwierig zu beurteilen, wo ein Motorrad optimiert wurde. Ich glaube auch nicht daran, dass andere Fahrer ein besseres Motorrad haben als ich."

Stattdessen lobt Dovizioso die Qualitäten von Marquez: "Ich weiß wie gut Marc ist, vor allem wenn man bedenkt, dass die anderen Honda-Fahrer ihm nicht nahekommen. Das zeigt, dass er etwas Besonderes macht." Der Italiener glaubt, dass Marquez auf dem Höhepunkt seiner Karriere agiert: "Ganz sicher, weil Marc ein extrem starker Fahrer ist, der außerdem nie aufhört zu lernen. Er hat auch keine Höhen und Tiefen. Und ein Fahrer, der ständig besser wird, fährt niemals rückwärts."

Aus technischer Sicht hat Honda 2019 mit dem Motor Fortschritte gemacht. Marquez konnte auf langen Geraden wie in Katar oder Mugello mit den Ducati-Raketen mithalten. Auf der anderen Seite konzentrierte sich Ducati auf das Turning, doch die erhofften Fortschritte sind ausgeblieben. "Technisch gesehen ist es einfacher, Leistung zu gewinnen, denn um Rundenzeit in der Kurvenmitte zu finden, ist es ein Mix aus vielen Aspekten", hält Dovizioso fest. "Dafür gibt es kein perfektes Rezept. Leistung zu gewinnen, ist viel einfacher."

Mit Bildmaterial von LAT.

Lesen Sie auch