Macht dieser Mann die Liga wieder spannend?

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Über 10.000 Zuschauer in der Halle, noch viel mehr vor den Fernsehern - und die Konkurrenz drückt fleißig die Daumen: Beim Showdown zwischen dem THW Kiel und den Rhein-Neckar Löwen sind alle Augen auf Rückkehrer Martin Schwalb gerichtet.

Denn: Setzt Schwalb seine Siegesserie als neuer Löwen-Dompteur fort, ist die Liga wieder spannend. Gewinnt Spitzenreiter Kiel, wäre es ein Meilenstein gen Meistertitel.


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Schwalb lässt sich vom ganzen Bohei um den Liga-Kracher am Sonntag (HBL: Kiel - Rhein-Neckar-Löwen ab 13.30 Uhr im LIVETICKER) nicht aus der Ruhe bringen. Mit kühlem Kopf geht er die Mammutaufgabe an. "Das ist kein Bonus-, sondern ein Bundesligaspiel. Und das will ich gewinnen. Das ist mein gutes Recht", sagte der 56-Jährige dem Mannheimer Morgen.

Schwalb über Kiel: "Noch einmal extra Spaß"

In der Kieler Handball-Kathedrale hat Schwalb schon viele Schlachten in seiner Karriere geschlagen, doch die bevorstehende Partie ist sicherlich auch für ihn etwas Besonderes. Zu gern würde er am Sonntag mit seinen Löwen in die Rolle des Spielverderbers schlüpfen. Vor allem Spiele wie diese hat er während seiner fast sechsjährigen Bundesliga-Auszeit vermisst. "Es ist toll, in Kiel zu spielen. Meine Mannschaft und ich haben da noch einmal Extra-Spaß", sagte Schwalb.

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Zehn oder 15 Mal sei er in den letzten Jahren in der Sparkassen-Arena gewesen, sagt Schwalb - allerdings stets nur als Tribünengast. "Da habe ich immer runtergeschaut und gedacht: Ach, was ist das schön." Das letzte Mal an der Seitenlinie hatte er in Kiel an Weihnachten 2013 als Coach des seinerzeit amtierenden Champions-League-Siegers HSV Hamburg gestanden, am Sonntag hat das Warten nach 2264 Tagen ein Ende.

Pekeler lobt Löwen unter Schwalb

Die Löwen gehen mit viel positiver Energie in das Topspiel, nach zuletzt drei Siegen ist ein Schwalb-Effekt unverkennbar. "Wir glauben daran, auch in Kiel bestehen zu können", sagte Nationalspieler Patrick Groetzki und verweist dabei auf den 26:25-Hinspielerfolg.


Nervös werden sie in Kiel nicht, aber der Respekt vor dem deutschen Meister der Jahre 2016 und 2017 ist groß. Ob der Trainerwechsel bei den Löwen für den THW zur Unzeit kommt? "Es wäre eine Lüge, wenn ich das Gegenteil behaupten würde", sagte Kiels Abwehrchef Hendrik Pekeler im Interview dem Mannheimer Morgen und attestierte dem Gegner unter dem neuen Coach "mehr Emotionen, mehr Freude, mehr Tempo".

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An den Zielen der Zebras ändert dies freilich nichts. "Die Sehnsucht nach der Meisterschaft ist riesig, auch weil sie fünf Jahre lang nicht gewonnen wurde", sagte Pekeler: "Wir sind Erster und müssen das jetzt schaffen. Über die ganze Saison waren wir bislang die beste Mannschaft. Das wollen wir nun bis zum Ende zeigen." Auch gegen Schwalbs wiedererstarkte Löwen.

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