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Magath sieht Nagelsmann vor "kaum lösbarem" Problem

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Magath sieht Nagelsmann vor "kaum lösbarem" Problem
Magath sieht Nagelsmann vor "kaum lösbarem" Problem

Vor ein paar Wochen hat Felix Magath Hertha BSC vor dem Abstieg aus der Bundesliga gerettet. „Ich gehe nach Hause und hacke Holz“, erzählte er nach erfüllter Mission.

Einfach so daher gesagt war der Satz nicht, wie er nun im Interview mit dem Blick verriet: „Das ist mein Job daheim. So kam ich nach der erfolgreichen Rettung nach Hause und machte das, was ich davor auch gemacht habe: Ich hackte Holz.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Die Zeit bei der Hertha war intensiv: „Ich war ja ein paar Jahre raus aus der Bundesliga. Ich wollte auch mir selbst beweisen, dass ich so eine schwierige Situation immer noch lösen kann.“

Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten war beim 68-Jährigen dabei groß. Denn vor allem in Sachen Erfahrung macht ihm in der Bundesliga so schnell niemand was vor.

Magath: Bin heute besser als bei Bayern

Dass der Trend im Fußball derzeit eher zu jungen Trainern geht, kann Magath ohnehin nicht nachvollziehen: „Man eignet sich über Jahre etwas an im deutschen Fußball - und dann verschenkt man diese Erfahrung sehr häufig. Da frage ich mich wirklich, wie es so weit kommen konnte.“

Von sich selbst behauptet Magath, heute ein besserer Trainer zu sein, als zu seinen Zeiten beim FC Bayern - mit dem er 2005 und 2006 immerhin das Double holen konnte. (ÜBERSICHT: Die fixen Transfers aller Bundesliga-Klubs)

„Die Antwort ist ja“, sagte er auf eine entsprechende Nachfrage: „Ich hoffe, dass ich mit meinem aktuellen Wissensstand und meiner Erfahrung heute der bessere Trainer als damals bei Bayern bin.“

Er habe nie aufgehört, sich zu entwickeln und zu lernen.

„Für einen Trainer ist das kaum lösbar“

Zu einem der größten aktuellen Bayern-Themen, dem Fall des abwanderungswilligen Robert Lewandowski, nahm Magath ebenfalls Stellung. Der Superstar will den Rekordmeister verlassen und zum FC Barcelona wechseln.

Magath erkennt ein „Grundsatzproblem. Ältere Spieler, die viel für einen Verein getan haben, werden manchmal auch zum Problem. Für einen Trainer ist das kaum lösbar.“ Bayern-Coach Julian Nagelsmann hatte bis zum Saisonende stets betont, weiter mit Lewandowski arbeiten zu wollen.

Lewandowski steht allerdings vor seinem letzten Vertragsjahr bei den Münchnern. „Ich glaube, dass man als Verein so ein Thema wie die Vertragslaufzeiten frühzeitig aktiv angehen und nicht warten sollte, bis man dazu gezwungen wird“, kritisierte Magath.

Lewandowski hatte seine Wechselabsichten zuletzt unmissverständlich an die Öffentlichkeit herangetragen.

„So, wie es jetzt ist, ist es eine unschöne Situation für alle Beteiligten. Er war bis zuletzt super erfolgreich bei Bayern München. Normalerweise müssten alle nur zusammen glücklich sein“, befand Magath.

Nachfolger können Hoeneß „ja nicht zum Bergwandern schicken“

Mit Blick auf die Bayern sprach Magath auch über den langjährigen Macher Uli Hoeneß - und dessen Nachfolger: „Schauen Sie unsere ehemalige Bundeskanzlerin an. Wenn jemand über einen längeren Zeitraum eine Position innehat, dann ist es anschließend für den, der nachkommt, immer problematisch.“

Dass Hoeneß plötzlich von der Bildfläche verschwinde, sei nicht möglich. „Er hat den FC Bayern seit 1980 aufgestellt und zu dem gemacht, was er heute ist. Und jetzt von ihm zu verlangen, er soll von heute auf morgen gehen? Das wird ihm nicht gerecht. Seine Nachfolger können ihn ja nicht einfach zum Bergwandern schicken.“

Und Holzhacken ist wohl auch nicht so sein Ding.

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