Mega-Serie gerissen! Paukenschlag im HBL-Gipfel

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Mega-Serie gerissen! Paukenschlag im HBL-Gipfel
Mega-Serie gerissen! Paukenschlag im HBL-Gipfel

Die beeindruckende Siegesserie des SC Magdeburg ist gerissen!

Das Team von Trainer Bennet Wiegert kassierte am 2. Weihnachtsfeiertag wettbewerbsübergreifend die erste Niederlage der Saison. (DATEN: Spielplan und Ergebnisse der Handball-Bundesliga)

Die SG Flensburg-Handewitt zwang den Tabellenführer der Handball-Bundesliga am 17. Spieltag mit 30:27 (13:11) in die Knie.

Kiel und Flensburg holen auf Magdeburg auf

Mit 32:2 Punkten liegt Magdeburg vor dem Titelverteidiger THW Kiel (28:8). Der Rekordmeister besiegte am Sonntagabend Pokalsieger TBV Lemgo Lippe souverän 32:19 (16:9).

Flensburg (27:7) verkürzte den Rückstand zum Klubweltmeister auf fünf Zähler. Auch die Füchse Berlin (25:7) können Montag (19.05 Uhrmit einem Sieg über MT Melsungen näher heranrücken.

„Wir haben heute zu viele Fehler gemacht, zu viele freie Würfe vergeben“, bilanzierte Wiegert bei Sky: „Das darf man sich in Flensburg nicht erlauben.“ Das Gefühl einer Niederlage sei „immer Mist, aber wir wussten, dass es uns irgendwann trifft“.

„Wir können nicht so vermessen sein und sagen: Wir hauen Flensburg am 2. Weihnachtstag bei dieser Atmosphäre einfach weg.“

HBL-Tabelle: Flensburg verkürzt Rückstand auf Magdeburg

Zuvor hatte der SCM in der Liga 16 Siege in 16 Spielen gefeiert und war bis auf ein Unentschieden auch im DHB-Pokal (zwei Siege) und in der European League (fünf Siege, ein Remis) stets mit zwei Punkten vom Feld gegangen. (DATEN: Tabelle der Handball-Bundesliga)

Flensburg rückte damit vorerst am THW Kiel vorbei auf Rang zwei der Tabelle vor.

Mit 34:2 Punkten lag Magdeburg vor dem Abendspiel des THW gegen den TBV Lemgo Lippe (20.30 Uhr) sechs Punkte vor dem Rekordmeister. Flensburg (27:7) verkürzte auch dank des überragenden Benjamin Buric im Tor den Rückstand zum Klubweltmeister auf fünf Zähler.

Auch die Füchse Berlin (25:7) können Montag (19.05 Uhr) mit einem Sieg über MT Melsungen näher heranrücken.

Gislason wagt Prognose

Bis zum 26. Dezember hatte Magdeburg die großen Auswärtsspiele alle gewonnen: In Kiel, in Berlin und bei den Rhein-Neckar Löwen.

Das verleitete Bundestrainer Alfred Gislason, der vor 20 Jahren den Klub zur bislang einzigen deutschen Meisterschaft geführt hatte, im Gespräch mit dem SID zu der Annahme: „Das lässt sich der SCM nicht mehr nehmen.“

In einem Spiel mit viel Hochgeschwindigkeits-Handball durfte sich Gislason zunächst bestätigt sehen. Magdeburg kontrollierte das Geschehen, obwohl 3150 Fans die Gastgeber unaufhörlich antrieben. Beim 9:6 hatte sich das Team von Wiegert etwas abgesetzt, doch Flensburg kämpfte sich zurück. (HBL: Flensburg - Magdeburg zum Nachlesen im TICKER)

Wanne und Pettersson beste Werfer

Trotz einiger Zeitstrafen gingen die Norddeutschen mit einer Führung in die Pause, Magdeburg ließ sich von der Kraft der SG beeindrucken. Die stabile Abwehr, die nicht nur Nationalcoach Gislason extrem imponiert, bekam zunehmend Probleme. Auf der anderen Seite drehte Flensburgs Keeper Buric auf - plötzlich lag Magdeburg mit sechs Toren in Rückstand (16:22).

Mit insgesamt sieben Toren führte Hampus Wanne sein Team, das noch im Hinspiel im Oktober weitgehend chancenlos war, zum verdienten Erfolg. Für Magdeburg traf Daniel Pettersson (7) am häufigsten.

Benjamin Buric überzeugte im Tor der Gastgeber. „Unser Wille und die Abwehr haben heute den Unterschied ausgemacht“, sagte Buric.

Für ihn ist der SCM weiter „Favorit“ auf den Titel, „aber es sind noch viele Spiele“, sagte der Keeper.

Weiter geht es für beide Teams nach der EM in Ungarn und der Slowakei. Magdeburg empfängt am 9. Februar GWD Minden, Flensburg tritt einen Tag später bei der HSG Wetzlar an.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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