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Wasmeier reagiert auf ungeheuerlichen Verdacht

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Wasmeier reagiert auf ungeheuerlichen Verdacht
Wasmeier reagiert auf ungeheuerlichen Verdacht

Es waren Aussagen, die für reichlich Aufsehen gesorgt haben.

Wolfgang Maier hat angesichts der angespannten Corona-Lage und der undurchsichtigen Teststrategie mit großer Sorge auf die Olympischen Spiele in Peking geblickt - und gar einen ungeheuerlichen Manipulationsverdacht geäußert.

„Mit einem PCR-Test kann ich sofort jeden sportlichen Gegner aus dem Rennen nehmen. Es braucht mir keiner sagen, dass das jetzt ein Hirngespinst von mir ist“, erklärte Maier in der ARD. (DATEN: Rennkalender des Ski-Weltcup)

Bei SPORT1 reagierte nun der ehemalige Skirennläufer Markus Wasmeier auf die These des DSV-Alpinchefs, es sei aufgrund der zu befürchteten Willkür der chinesischen Veranstalter nicht verantwortungsvoll, die Athleten und ihre Betreuer nach China zu schicken: „Es gibt Fachleute, die es besser einschätzen können, ob durch die Tests Konkurrenten ausgeschaltet werden könnten oder nicht.“

Wasmeier: „Das führt zu Unruhe“

Wasmeier weiter: „Das ist eine rein hypothetische Frage, wie weit die Moral nach unten sinkt, dass ein Land wie China sich da soweit aus dem Fenster herauslehnt.“

Grundsätzlich führe es „zu Unruhe und für die Athleten und deren Betreuer zu einer ganz schwierigen Situation, wenn du nach nur einer Vermutung eines positiven Falls, so wie es ja bei den Rodlern und Bobfahrern passiert ist, trotzdem drei Tage eingesperrt wirst, bis du wieder rauskommst. Das ist natürlich keine Vorbereitung auf einen so wichtigen olympischen Wettkampf.“

Die viermalige Rodel-Olympiasiegerin Natalie Geisenberger hatte im November die Bedingungen rund um die Testrennen auf der Bahn in Peking für die Olympischen Spiele 2022 beklagt.

Damals hieß es für die Rodlerinnen und Rodler: Quarantäne im Hotel, Ausgang nur für das Bahntraining. „Wir haben sieben Tage ausschließlich negative Coronatests in unserer Mannschaft (die ganze Saison hatten wir noch keinen einzigen positiven Fall!), kein einziger Kontakt zu einem positiv Getesteten!“, schrieb Geisenberger, die trotzdem mit ihren Kolleginnen und Kollegen mehr oder weniger eingesperrt war.

Wasmeier: „Das führt zu Unruhe“

Wasmeier glaubt: „Allein schon die Diskussion im Vorfeld wird viele Athleten vor eine große Herausforderung stellen. Sie müssen die Ruhe bewahren und auf gut Bayerisch gesagt eine ‚Leck‘ mich am A…-Einstellung‘ mitbringen und sagen, dann mach ich das halt einfach, wenn die das so wollen. Sobald man sich da aufregt, hat man den Wettkampf schon verloren.“

Tests manipulierbar?

Zudem sprach der zweimalige Olympiasieger über die grundsätzliche Möglichkeit, Tests zu manipulieren: „Machbar ist es. Dieser Schuss vom Maier geht aber in meinen Augen eher in Richtung IOC. Das ist der Hauptschuss. Das IOC muss eine Regel aufbauen oder konform sein mit den Regeln des ausrichtenden Landes. Aber wir vermuten alle, dass das IOC das macht, was das Land ihm vorgibt.“ (DATEN: Alle Ski-Weltcup-Rennen LIVE im SPORT1-Ticker)

Laut dem 58-Jährigen könnte es aufgrund der Manipulationsgefahr dazu kommen, dass die Athletinnen und Athleten selbst über einen Boykott entscheiden werden: „Wenn das die Athleten selbst entscheiden, kann es das durchaus geben. Ich kann mir gut vorstellen, dass da welche dabei sind. Es ist deine alleinige Entscheidung, ob du an den Start gehst. Du bist nur dir selbst verpflichtet. Wenn jemand sagt, er oder sie fährt nicht hin, dann ist das akzeptabel und eine freie Entscheidung der Athleten.“ (DATEN: Alle Ergebnisse des Ski-Weltcups)

Über die Möglichkeit, dass die betreffenden Athleten in so einem Fall bestraft werden könnten, hat Wasmeier eine klare Meinung: „Das geht gar nicht. Wenn sich jemand bei der ganzen Sache nicht wohlfühlt und den Wettkampf absagt, warum soll es da Sanktionen geben?“

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