Dieser Mann hob Fury auf das nächste Level

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Dieser Mann hob Fury auf das nächste Level
Dieser Mann hob Fury auf das nächste Level

„Ich muss meinem Trainer danken!“

Direkt nach seinem denkwürdigen K.o.-Sieg gegen Deontay Wilder dachte Tyson Fury, der ansonsten dafür bekannt ist, sich selbst in den Mittelpunkt zu rücken, sofort an den Mann, dem er den Sieg zu verdanken hatte. (NEWS: Alles zum Boxen)

Ohne Coach SugarHill Steward hätte er Wilder niemals ausknocken können, betonte Fury und fügte hinzu: „Sugar hat mich dazu gedrängt, ihn K.o. zu schlagen, das hat er wirklich getan.“

Dabei schlug die Meldung, dass sich „The Gipsy King“ von seinem langjährigen Trainer Ben Davison trennte, vor zwei Jahren wie eine Bombe ein.

Nur wenige Monate vor dem zweiten Aufeinandertreffen mit Wilder in Las Vegas hatte Fury dann den Wechsel hin zu Steward vollzogen.

Co-Promoter Warren lobt Davison

Furys Co-Promoter Frank Warren erinnerte sich im Gespräch mit dem VegasInsider an die Situation.

„Als er Ben ernannte, fragte jeder: ‚Wer ist Ben Davison?‘ Aber er ist ein Gelehrter des Boxsports, er ist sehr scharfsinnig und kennt den Sport sehr gut. Zu der Zeit war es das Beste für ihn“, lobte er die Zusammenarbeit mit Davison.

Allerdings würde der neue Trainer - SugarHill Steward - eine Menge mehr Erfahrung als Ben mitbringen.

Fury zur Trennung von Davison: „Er ist gegangen“

Fury hatte zudem, wie dieser im Gespräch mit The Telegraph erklärte, seinem langjährigen Trainer angeboten, weiter für ihn zu arbeiten. Dies habe Davison aber abgelehnt.

„Ich bin ihn nicht losgeworden, Ben ist aus eigenem Antrieb gegangen“, stellte der 33-Jährige klar.

Zudem habe Davison zu diesem Zeitpunkt noch andere Verpflichtungen gehabt. Er trainierte Billy Saunders und Fury war „monatelang in Las Vegas. Daher ist es wahrscheinlich besser so.“

Zum K.o.-Sieg mit SugarHill Steward

Jedoch deutete Fury auch an, dass der Abgang von Davison ihm sehr gelegen kam.

„Der einzige Grund, warum ich mit SugarHill zusammen bin, ist, dass ich in diesem Kampf einen K.o. brauche. Wenn ich einen Punktsieg anstreben würde, wäre ich bei Ben geblieben.“

Diese Erwartung hat der US-Amerikaner mehr als erfüllt. Bereits im zweiten Duell gegen Wilder - dem ersten unter Führung von SugarHill - setzte sich Fury klar durch. In Runde sieben warf die Wilder-Seite das Handtuch. Nun kam es zum K.o. in der elften Runde.

Aber wer ist dieser SugarHill Steward, der scheinbar wie aus dem nichts an die Seite Furys gekommen war?

SugarHill Steward: Neffe von Emanuel „Manny“ Steward

SugarHill Steward war früher unter dem Namen Javan „Sugar“ Hill bekannt und ist der Neffe von Emanuel „Manny“ Steward - einer der größten Trainer des Boxsports überhaupt.

Ihm zu Ehren änderte er seinen Namen 2019, da Manny wie ein Vater für ihn gewesen sei.

Schon früh hatte Fury eine Verbindung zu Manny Steward hergestellt. Sein Cousin Andy Lee trainierte im Kronk Gym bei Steward. Der damals 21-jährige Fury reiste in die USA, um dort ebenfalls zu trainieren.

Fury bereits damals vorlaut: „Bin der nächste Weltmeister“

„Ich bin einfach dort gelandet, sie wussten nicht einmal, dass ich kommen würde. Ich betrat das Gym und fragte: ‚Ist Emanuel Steward hier?‘“, berichtete Fury vom ersten Kennenlernen.

„Sie fragten: ‚Wer sind Sie?‘ Ich antwortete: ‚Ich bin der nächste Weltmeister im Schwergewicht, Tyson Fury.‘ Sie brachten mich zu ihm und das war‘s. An diesem Tag zog ich in sein Haus ein.“

Drei Wochen wohnte der Engländer bei seinem neuen Trainer und Manny Steward war sich sicher, dass er nach Wladimir Klitschko der nächste Schwergewichtsweltmeister sein würde.

SugarHill setzt Arbeit seines Onkels fort

Zwar gibt es das damalige Kronk Gym nicht mehr, aber SugarHill hatte die Absicht, nach dem Tod von Manny Steward das Erbe seines Onkels fortzuführen.

Er unterstützte einige von Mannys ehemaligen Kämpfern wie den Halbschwergewichts-Champion Adonis Stevenson. Dazu trainierte er Anthony Dirrell und Charles Martin und war Teil des Teams von Andy Lee.

Sein Meisterstück gelang ihm aber mit Tyson Fury. Den Mann, den sein Onkel vor elf Jahren als legitimen Nachfolger von Wladimir Klitschko bezeichnete, führte er nun zu zwei herausragenden Triumphen über Wilder.

Oder wie Steward es selbst in den Ringpausen ausdrückte: „Schlag einfach auf den Motherxxx drauf!“

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