Marathon: Kipchoge durchbricht Zwei-Stunden-Schallmauer

Marathon: Kipchoge durchbricht Zwei-Stunden-Schallmauer
Marathon: Kipchoge durchbricht Zwei-Stunden-Schallmauer

Weltrekordler Eliud Kipchoge hat als erster Mensch die Marathon-Distanz in weniger als zwei Stunden zurückgelegt. Der 34-jährige Kenianer benötigte am Samstagvormittag in Wien für die klassischen 42,195 Kilometer 1:59:40 Stunden und brachte die Rekordjagd unter "Laborbedingungen" zum perfekten Abschluss.

Einen offiziellen Weltrekord hat Kipchoge allerdings nicht aufgestellt. Seine insgesamt 41 Tempomacher wurden regelmäßig ausgetauscht, dies entspricht nicht den Regeln des Leichtathletik-Weltverbandes. Bei den Wendepunkten entlang der 9,6 km langen Rundstrecke wurden zudem kleine Steilkurven eingebaut, um den Zeitverlust zu minimieren. Ein Elektroauto mit programmierter Geschwindigkeit gab das Tempo vor und spendete leichten Windschatten.

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Der Veranstalter der sogenannten "Ineos 1:59 Challenge", ein britischer Chemiekonzern, hatte weder Kosten noch Mühen gescheut. Um Punkt 8.15 Uhr ging der Rio-Olympiasieger auf die eigens neu asphaltierte Strecke im Wiener Prater, unter meteorologischen Gesichtspunkten wurde dies als der ideale Zeitpunkt an diesem Wochenende ausgemacht.

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Unter ähnlichen Voraussetzungen war Kipchoge 2017 auf der Motorsport-Rennstrecke in Monza in 2:00:25 Stunden knapp an der Schallmauer gescheitert, auch diese Zeit war entsprechend nicht der bislang gültige Weltrekord. Diesen hat der Rio-Olympiasieger in 2:01:30 Stunden am 16. September 2018 in Berlin aufgestellt.

VIDEO: Berlin-Marathon: Kenianer Kipchoge läuft Weltrekord

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