Markus Reiterberger: "Bis Juli bin ich als Rennfahrer erst einmal arbeitslos"

Sebastian Fränzschky
motorsport.com

Während es für den Neustart der MotoGP-Saison 2020 bereits konkrete Pläne gibt, hängt Markus Reiterberger völlig in der Luft. In diesem Jahr nimmt der BMW-Pilot an der Asiatischen Meisterschaft (ARRC) teil und startet in der Langstrecken-WM. Reiterberger trainiert weiter, geht aber nicht davon aus, demnächst irgendwelche Rennen zu fahren. Mit Jobs in der eigenen Tuning-Schmiede hält sich Reiterberger über Wasser.

"Aktuell habe ich sehr viele Aufgaben und langweilig ist mir nicht. Nur leider hat nix davon etwas mit Racing zu tun", bedauert der BMW-Pilot. "Ich finde es sehr schade, dass die Rennen verschoben werden mussten. Man weiß nicht genau, wann es weiter geht und inwiefern es weiter geht, aber die Gesundheit aller geht natürlich vor, also bleibt uns nur weiter abzuwarten."

"Bis Juli bin ich als Rennfahrer erst einmal arbeitslos. Das ist mein Hauptjob und meine Leidenschaft, die nun erst einmal auf Eis liegen und das finde ich persönlich sehr, sehr schade. Es ist schon eine merkwürdige Zeit", bemerkt der Obinger.

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"Ich bin momentan sehr viel in meiner Werkstatt und habe viele Aufträge, wofür ich sehr dankbar bin. Es gibt durchaus Leute, die es schlechter getroffen hat als mich im Moment", ist sich Reiterberger bewusst. "Ich kann jetzt auf meine Mechanikerlehre aufbauen und auf das, was mir Waldi, mein Papa und meine Freunde beigebracht haben und die Mopeds wieder herrichten. Damit verdiene ich momentan, bis es mit dem Racing wieder los geht, meinen Unterhalt."

"Ich versuche mich natürlich auch mit Training weiter fit zu halten. Es ist nur nicht ganz so einfach, motiviert zu bleiben, wenn man kein genaues Ziel vor Augen hat", gesteht Reiterberger. "Bisher dachte ich ja, dass ich mich auf die Fortsetzung der Meisterschaft Ende Juni vorbereite, aber das wurde verschoben und einen neuen Termin gibt es nicht."

"Daher gehe ich nun mal von der Fortsetzung meiner Rennsport-Karriere Ende August aus und setze mir das als neues Ziel. Ich hoffe, dass wir alle gesund bleiben. Ich danke meinen Fans, Sponsoren und allen, die auch in dieser Zeit zu mir stehen, für ihre Treue und ich hoffe, dass wir uns alle ganz bald auf irgendeiner Rennstrecke dieser Welt wohlauf und guter Dinge wieder sehen", so der ehemalige Superstock-Champion.

Mit Bildmaterial von TWMR Photo.

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