Massenschlägerei! Riesenskandal im College-Basketball

Robin Ahlert
Sport1

Was für ein Skandal im College-Basketball!

Beim NCAA-Spiel zwischen den Kansas Jayhawks und dem Rivalen Kansas State kam es bei Spielende zu einer wüsten Massenschlägerei.


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Auslöser dafür war ein Block von Jayhawks-Spieler Silvio De Sousa in den letzten Sekunden des Spiels. De Sousa revanchierte sich damit bei seinem Gegenspieler DaJuan Gordon, der ihm kurz zuvor beim Ausdribbeln der Uhr noch einmal den Ball geklaut hatte.

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Unsportlichkeit löst Massenschlägerei aus

Der späte Steal zum Zeitpunkt, als das Spiel schon lange entschieden war (die Jayhawks führten mit 81:59) gilt als unsportlich. Dies ließ De Sousa Gordon nach dem Block auch wissen und keifte den Gegenspieler an, während er über ihm stand. 

Dies führte zu einer Rudelbildung. Fäuste flogen und De Sousa holte sogar mit einem Stuhl zum Schlag aus, ehe ihm Assistenztrainer Jerrance Howard in den Arm griff und einen Schlag verhinderte. Der Kansas-Spieler ließ den Stuhl daraufhin fallen.

Collegeversion des "Malice at the Palace"

Die Tatsache, das sich die Schlägerei vom Spielfeld bis in den Fanblock ausweitete, ließ entfernte Erinnerungen an den "Malice at the Palace" wach werden, als es 2004 bei einem NBA-Spiel zwischen den Indiana Pacers und den Detroit Pistons zum wohl größten Skandal der jüngeren NBA-Geschichte kam.


In Kansas musste Polizisten und Trainer beider Teams die prügelnden Spieler trennen, auch Fans wurden in die Rangelei involviert.

Mindestens sieben Spieler waren an der Schlägerei beteiligt und müssen nun mit erheblichen Konsequenzen rechnen. Am Ende kehrten lediglich fünf Akteure pro Team aufs Feld zurück, da wegen eines Technischen Fouls noch ein Freiwurf absolviert werden musste - die restlichen Spieler waren der Halle verwiesen worden.

Kansas-Coach Self schimpft: "Peinlichkeit"

Kansas-Coach Bill Self nannte den Vorfall eine "Peinlichkeit" und sagte, es werde Konsequenzen haben, sobald er mit der vollständigen Aufarbeitung des Geschehens fertig sei. "Es ist nichts, worauf man stolz sein kann. Was passiert ist, zeigte keinerlei Anzeichen von Härte. Es ist mehr ein Zeichen von Unreife und Egoismus als von Härte', schimpfte der 57-Jährige.

Trainer-Kollege Bruce Weber sagte, dass der Vorfall hätte vermieden werden müssen. "Es sind meine Jungs - es ist meine Schuld." Es sei Frustration da gewesen, besonders bei den jungen Spielern.

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