Nächste Stufe im Snooker-Skandal

Nächste Stufe im Snooker-Skandal
Nächste Stufe im Snooker-Skandal

Die „Match-Fixing“-Affäre um chinesische Snooker-Profis geht in die nächste Runde!

Wie die World Professional Billards and Snooker Association (WPBSA) am Mittwoch mitteilte, wurden alle zehn derzeit suspendierten Spieler im Rahmen einer Korruptionsuntersuchung angeklagt. Sie sollen Partien auf der Welttour manipuliert haben.

"Nach einer eingehenden Untersuchung durch die WPBSA-Integritätsabteilung wurde entschieden, dass sie sich einer Anklage stellen müssen", so der Weltverband. Die Spieler blieben zudem bis auf weiteres suspendiert - sollten sie für schuldig befunden werden, drohen lange Sperren. Es sei ein unabhängiges Disziplinartribunal einberufen worden, um die Beweise zu prüfen, gab die WPBSA bekannt.

„Es wundert mich nicht bei diesen Summen, die dort im Spiel sind. Es ist in der Vergangenheit ja auch schon öfter passiert“, erklärte der Präsident der Deutsche Billard-Union, Helmut Biermann, jüngst bei SPORT1.

Deswegen erhofft sich der 66-Jährige ein klares Signal: „Da müsste man knallhart durchgreifen. Für mich müsste ein solcher Sportler für ein paar Jahre ausgeschlossen und gesperrt werden - wie beim Doping.“

Die Manipulationsaffäre um angeblich verschobene Spiele hatte die Snooker-Welt um den Jahreswechsel erschüttert. Es geht um Ergebnisabsprachen und damit einhergehende Wettgewinne. Zu den angeklagten Spielern gehört unter anderem Zhao Xintong, Nummer neun der Welt und eine Art Ziehsohn des Weltranglistenersten Ronnie O‘Sullivan aus England.

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Mit Sport Informations-Dienst (SID)