Matthäus kritisiert DFB wegen fehlender Fannähe

Matthäus kritisiert DFB wegen fehlender Fannähe
Matthäus kritisiert DFB wegen fehlender Fannähe

Ehrenspielführer Lothar Matthäus hat den Deutschen Fußball-Bund (DFB) aufgrund der fehlenden Nähe zu den Fans kritisiert.

"Der DFB hat die Stars nach dem Titel 2014 völlig isoliert. Und dann distanziert sich der normale Fan von den Stars und der Mannschaft. Die Nähe zu den Fans muss wieder hergestellt werden, denn die Nationalmannschaft gehört jedem", schrieb der 58 Jahre alte Kapitän der Weltmeistermannschaft von 1990 in seiner wöchentlichen Kolumne "So sehe ich das" auf skysport.de. 

Zuletzt hatte es beim Zuschauer-Zuspruch bei den Heim-Länderspielen Probleme gegeben. Die letzten Partien gegen Argentinien in Dortmund und Weißrussland in Mönchengladbach waren nicht ausverkauft. Auch gegen Nordirland in Frankfurt/Main ist am Dienstagabend nicht mit einem vollen Haus zu rechnen.
Einen weiteren Grund sieht Matthäus bei der Wahl der Stadien, bei der ein "bisschen mehr Fingerspitzengefühl" gezeigt werden müsse. Spiele, bei denen "das Interesse von Haus aus nicht das allergrößte ist, […]müssten in Mainz, Augsburg, Hoffenheim stattfinden. Dann wären sie möglicherweise eher ausverkauft", betonte der langjährige Italien-Legionär von Inter Mailand.

Matthäus schlägt außerdem vor, die Ticketpreise anzupassen: "Ein großes Problem ist, dass die DFB-Elf vor allem bei Testspielen häufig mit einer Reserve-Elf antritt, aber gleichzeitig dieselben Ticket-Preise aufruft." Man könne nicht dieselben Eintrittspreise verlangen, wenn man etwas anbietet, "das in den Augen der Fans nicht denselben Wert hat. Der Fan lässt sich nicht verarschen. Und dann darf man sich nicht wundern, wenn die Partien unserer Mannschaft nicht mehr ausverkauft sind", so der Rekordnationalspieler (150 Einsätze).

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