Was Nagelsmann bei Tapalovic besonders störte

Personal-Knall beim FC Bayern München!

Torwarttrainer Toni Tapalovic muss nach über 11 Jahren im Verein gehen. Entsprechende SPORT1-Informationen bestätigte der Rekordmeister am Montagabend. Schon am Dienstagabend beim Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Köln wird Tapalovic nicht mehr auf der Bank sitzen.

Damit endet eine Ära bei den Münchnern: Der 42-Jährige war 2011 gemeinsam mit Manuel Neuer von Schalke 04 nach München gekommen. Der Deutsch-Kroate gilt als enger Vertrauter des verletzten Keepers, im beruflichen wie privaten Bereich, war schon in Neuers Jugendzeiten bei den Königsblauen dessen Torwarttrainer.

In der knappen Meldung, die die Münchner zur Trennung von Tapalovic veröffentlichten, sprach Sportvorstand Hasan Salihamidzic von „Differenzen über die Art und Weise der Zusammenarbeit“, die zur Trennung geführt hätten.

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Nagelsmann verärgert über Maulwurf Tapalovic

Die „Differenzen“ gab es dabei vor allem zwischen Tapalovic und Trainer Julian Nagelsmann!

Der Bayern-Trainer störte sich nach SPORT1-Informationen schon in der vergangenen Saison besonders daran, dass Interna aus der Trainerkabine über Tapalovic an Neuer und dann an die gesamte Mannschaft herangetragen wurden.

Hinzu kommt die Causa Alexander Nübel, die Tapalovic mächtigen Gegenwind einbrachte. Der Bayern-Keeper, der derzeit an die AS Monaco ausgeliehen ist, hatte am vergangenen Wochenende im ZDF-Sportstudio die fehlende Kommunikation mit Tapalovic beklagt. „Davor (vor dessen Leihe zur AS Monaco, Anm. d. Red.) hatten wir ein normales Verhältnis, haben normal trainiert. In meiner Zeit in Monaco gab es nicht viel Kontakt.“

Nübel, der als langfristiger Nachfolger von Manuel Neuer von Schalke 04 nach München geholt worden war, wurde im Sommer 2021 nach Monaco ausgeliehen. Nach dem Wechsel an die Côte d‘Azur sei der Kontakt zu Tapalovic abgerissen. „Ich glaube schon, dass man sich ab und zu hätte austauschen können, über die Situation, wie es läuft. Aber das war nicht der Fall“, monierte der 26-Jährige.

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Öffentliche Rüge von Salihamidzic

Infolgedessen rügte Hasan Salihamidzic Tapalovic öffentlich. Auf die Frage, ob er Tapalovic anweisen werde, wieder vermehrt Kontakt zu Nübel aufzunehmen, antwortete er am Sonntag bei Bild-TV: „Ja, das hätte so sein sollen. Darüber werden wir natürlich intern sprechen.“

Gesprochen wurde offenbar - mit radikalem Ergebnis. Der Geschasste sprach in einer Reaktion bei Instagram von einem überraschenden Ende und bedankte sich bei allen, „die ich in den vergangenen Jahren kennenlernen und mit denen ich vertrauensvoll zusammenarbeiten durfte - großartige Trainer, super Spieler und vor allem tolle Menschen!“

Und Nagelsmann? Der hatte sich auf der Pressekonferenz vor dem Köln-Spiel am Montagmittag verhalten zur Personalie geäußert – möglicherweise im Wissen, was da später kommen würde.

Es sei in einem großen Team wichtig, dass jeder seinen Beitrag leiste und seine Verantwortungen kenne, um sich im Falle des Erfolges maximal freuen zu können, sich aber auch im Falle des Misserfolgs maximal zu ärgern. „Ähnlich, wie ein Spieler Dinge verbessern kann, kann auch ein Trainer oder Torwarttrainer Dinge verbessern, dass es besser funktioniert“, ließ der 35-Jährige durchblicken.

Neuer verabschiedet sich emotional

Er habe grundsätzlich allerdings nichts gegen eine intakte Beziehung zweier Menschen, erklärte der Bayern-Trainer und spielte damit auf das Verhältnis Neuer/Tapalovic an.

Der verletzte Bayern-Keeper meldete sich noch am Montagabend mit einem emotionalen Statement. „Lieber Toni, heute endet eine Ära beim FC Bayern München“, begann der 36-Jährige und bezeichnete seinen langjährigen Weggefährten als „Pionier des modernen Torwartspiels“.

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„Jeder, nicht nur in München, weiß, dass all diese Erfolge ohne dich niemals möglich gewesen wären! Nicht zuletzt hast du auch mich und mein Torwartspiel geprägt und auf ein neues Level gehoben“, huldigte der DFB-Kapitän, der sich Mitte Dezember im Skiurlaub das Bein gebrochen hatte, seinem Vertrauten.

Auf diesen muss Neuer nun auf beruflicher Ebene verzichten.