Zoff droht: NBA reagiert auf Mavs und Hymnen-Verzicht

SPORT1
·Lesedauer: 2 Min.

Damit droht sich eine Riesen-Kontroverse abzuzeichnen: (NEWS: Alles zur NBA)

Nachdem die Dallas Mavericks erklärten, in der laufenden Saison fortan auf das Abspielen der US-Nationalhymne vor Heimspielen zu verzichten, hat die NBA nun reagiert - und dürfte das Tor zu einer grundsätzlichen Debatte zu dem Thema erst so richtig aufgestoßen haben.

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Am Mittwochabend hieß es vom Liga-Verband in einem Statement: "Weil die NBA-Teams gerade dabei sind, die Fans wieder in ihren Stadien willkommen zu heißen, werden alle Teams die Nationalhymne spielen, wie es die langjährigen Liga-Statuten vorsehen."

Soll heißen: Die NBA um Commissioner Adam Silver verbietet ihren Franchises, fortan "The Star-Spangled Banner" wegzulassen und will verhindern, mit einer im US-Sport weit verbreiteten Tradition zu brechen.

Mavs-Boss Cuban: Verzicht auf US-Nationalhymne

Genau das hatte zuvor das Ex-Team des deutschen Superstars Dirk Nowitzki angekündigt: Mark Cuban, Boss der Dallas Mavericks, bestätigte dem Magazin The Athletic, er selbst habe diese Entscheidung getroffen, äußerte sich zu den Gründen indes nicht direkt.

Laut Cuban wurde schon während der bisherigen 13 Heimspiele auf das Abspielen der Hymne verzichtet, dies blieb aber auch wegen des Fehlens von Zuschauern weitgehend unbemerkt.

Auch beim Heimsieg zuletzt gegen die Minnesota Timberwolves (127:122), als erstmals wieder einige Fans im American Airlines Center zugelassen waren, erklang keine Hymne. (Der Spielplan der NBA-Saison 2020/21)

Mit ihrer jetzigen Intervention verbietet sich die NBA diesen Schritt allerdings, maßregelt noch einmal ausdrückliche jedwede Zuwiderhandlung.

NBA-Team können selbst entscheiden, aber...

Zudem: In den Statuten der NBA ist festgehalten, dass die Spieler bei der Nationalhymne stehen müssen.

Diese Regel wurde jedoch im Zuge der landesweiten Black-Lives-Matter-Proteste gelockert. (Tabellen der NBA)

Auch Cuban hatte sich dafür eingesetzt, den Profis das Knien während der Hymne zu erlauben.

Ein NBA-Sprecher bestätigte gegenüber The Athletic, dass es "Teams gestattet ist, ihr Programm vor dem Spiel so zu gestalten, wie es am besten passt" und verwies auf die ungewöhnlichen Umstände der Saison 2020/2021.

Knie-Protest nicht nur in den USA

Auch in anderen Sportarten demonstrieren Athletinnen und Athleten kniend während des Abspielens der Nationalhymne gegen Rassismus und Polizeigewalt.

Der erste Sportler in den USA, der sich aus Protest niederkniete, war 2016 der Football-Spieler Colin Kapernick. Noch im selben Jahr trug die US-Nationalspielerin Megan Rapinoe den Protest per Kniefall in die Frauenfußball-Liga.

Auch in der Fußball-Bundesliga wurde diese Geste seither bereits mehrfach aufgegriffen.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)