Max Eberl über Wechsel von Michael Cuisance zum FC Bayern: "Wir mussten aufpassen"

Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl hat im FohlenPodcast Einzelheiten zum Transfer von Michael Cuisance zum FC Bayern München geliefert und dabei die Entscheidung für einen Verkauf erneut als unumgänglich erklärt.

"Wir mussten aufpassen. Unzufriedenheit gehört dazu, und wir lassen sie auch zu – aber nur, wenn sie in Aktivität auf dem Platz mündet, weil der Spieler zeigen will, dass er besser ist", so Eberl über Cuisance, der im Vorfeld des Transfers unter anderem provokant mit offenen Schnürsenkeln trainierte.

Eberl wollte Cuisance von Verbleib in Gladbach überzeugen

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Laut Eberl besserte sich sein Verhalten auf dem Trainingsplatz im Laufe der Zeit nicht, weshalb er dem Berater signalisierte, welche Bedingungen für einen Transfer erfüllt werden müssten. "Sonst hätten wir ihn nicht gehen lassen", schob er nach.

"Ich habe noch einmal gefragt, ob das tatsächlich der richtige Schritt ist, wenn man mehr Spielzeit haben möchte", erzählte Eberl weiter. "Der Berater sagte mir, dass die Entscheidung gefallen sei. Sie wollten den nächsten Schritt gehen. Dann akzeptiere ich das, auch wenn ich und viele andere eine andere Meinung haben."

GER ONLY Perisic Coutinho Cuisance Hernandez Bayern
GER ONLY Perisic Coutinho Cuisance Hernandez Bayern

Vor allem Gladbachs neuer Trainer Marco Rose freute sich eigentlich auf Cuisance, wollte ihn "zu einem Top-Spieler machen", erinnerte sich Eberl. Als der FC Bayern alle Bedingungen der Fohlen für einen Transfer erfüllten, ging der Wechsel schnell über die Bühne. 

Dort kam der 20-jährige Franzose bislang nur zu zwei Kurzeinsätzen bei den Profis, fünfmal musste er bei der zweiten Mannschaft in der 3. Liga ran. Den Durchbruch in München traut ihm Eberl aber dennoch weiterhin zu.

Eberl über Cuisance: "Will ihn nicht vernichten"

"Mika hat das Potenzial, beim FC Bayern zu spielen. Die Frage ist, ob er auch die Demut mitbringt, die man braucht, wenn man auf seine Chance wartet", schränkte Eberl, der nicht gegen Cuisance nachtreten will, ein. "Ich will ihn nicht vernichten", sagte er dennoch vielsagend.

Für Cuisance überwies der deutsche Rekordmeister im August zwölf Millionen Euro an die Borussia.

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