Max Verstappen: Überholen in der Formel 1 2020 noch "schlimmer"

Stefan Ehlen
motorsport.com

"Es ist schlechter als im vergangenen Jahr", sagt Max Verstappen. Damit meint er aber nicht die schiere Leistung seines Formel-1-Fahrzeugs, sondern die sogenannte Dirty Air hinter dem Rennwagen. Eben diese Luftverwirbelungen machen es den Fahrern schwierig bis unmöglich einem anderen Fahrzeug zu folgen oder gar zum Überholen anzusetzen.

Wer sich vor der Saison 2020 Hoffnungen auf Besserung gemacht habe, werde enttäuscht, sagte Verstappen nun. Sein Eindruck: "Unter gewissen Umständen kannst du nach wie vor überholen, zum Beispiel, wenn jemand schlechte Reifen hat. Rein vom Auto her ist es aber schlimmer geworden als 2019."

Mit dieser Meinung steht Red-Bull-Fahrer Verstappen nicht alleine da. Auch Ferrari-Mann Sebastian Vettel findet, die Autos seien in dieser Hinsicht "schlechter geworden", wie er sagt. Begründung: Den Teams ist daran gelegen, mehr Abtrieb zu generieren. Es gehe bei der Konstruktion um schnelle Autos, nicht um eine gute Show.

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"Man macht sich nicht so viele Sorgen um das, was hinten [am Fahrzeug] passiert", erklärt Vettel und ergänzt: "Wenn man aber selbst das hintere Auto ist, dann ist das nicht schön."

Auch Renault-Fahrer Daniel Ricciardo meint, die Situation sei 2020 "ganz sicher nicht besser" geworden. Abhilfe schafft also wohl erst das neue Formel-1-Reglement 2021 mit Fahrzeugen, die bewusst darauf ausgelegt sein werden, das Überholen zu begünstigen.

Mit Bildmaterial von LAT.

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