Max Verstappen glaubt: Red Bull wird zu alter Dominanz zurückkehren

Maria Reyer
motorsport.com

Bei Red Bull stehen die Zeichen auf WM-Titel. Die Vertragsverlängerung von Max Verstappen soll dem Topteam langfristige Stabilität bieten, außerdem geht das österreichisch-britische Team deutlich erfahrener in das zweite Jahr der Honda-Partnerschaft. 2020 will Verstappen um die Krone kämpfen, er will an die Dominanz der frühen 2010er-Jahre anknüpfen.

Zwischen 2010 und 2013 hat der Rennstall vier Weltmeisterschaften (Fahrer und Konstrukteur) in Serie gewonnen. Mit Sebastian Vettel dominierte Red Bull jene Jahre - 2013 egalisierte er gar den Rekord der meisten Rennsiege in Serie (neun) von Alberto Ascari.

Diese "Sieger-Mentalität" herrsche noch heute im Team vor, ist Verstappen überzeugt. Allerdings: Seit der Einführung der Hybrid-Motoren 2014 kam kein Red-Bull-Fahrer auch nur in die Nähe des Weltmeisters. Seit Vettel Ende 2014 zu Ferrari gewechselt ist, hat Verstappen seine Rolle im Team sukzessive übernommen.

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2019 wuchs er in die Rolle des Teamleaders, nachdem Daniel Ricciardo sich Richtung Renault verabschiedet hat. Seit Vettel ist er der erfolgreichste Red-Bull-Fahrer mit acht Rennsiegen seit 2016. In diesem Jahr will er der jüngste Champion aller Zeiten werden, das sei mit Red Bull schaffbar.

"Es ist sehr schön, in diesem Team zu sein. Das macht sehr viel Spaß, was auch sehr wichtig ist", betont er noch vor der Vertragsverlängerung gegenüber 'Motorsport.com', wie wohl er sich im Topteam fühlt. "Jeder versteht sich mit jedem. Wir alle wollen gewinnen und haben diese Sieger-Mentalität."

Der Niederländer scheint davon überzeugt zu sein, die richtige Wahl getroffen zu haben. "Jeder an der Strecke und in der Fabrik ist motiviert, um allen zu zeigen, dass wir wieder an diese glorreichen Red-Bull-Zeiten anknüpfen können. Das wollen wir wieder schaffen."

Jedes Mitglied des Teams habe nur ein Ziel vor Augen: "Rennen und die Weltmeisterschaft gewinnen!" Mit der Zusammensetzung seiner Crew ist der 22-Jährige ebenso zufrieden. Seit er 2016 zu Red Bull gekommen ist, arbeitet er mit Renningenieur Gianpiero Lambiase zusammen.

"Das hat bisher sehr gut funktioniert. Wir sind beide eher sehr geradlinig und ehrlich", schätzt er diese Eigenschaften am Italiener. "Wir können uns auch gegenseitig sagen, wenn wir eine schlechte Leistung erbracht haben, das gefällt mir."

Außerdem spreche Lambiase nicht zu viel, auch das gefällt Verstappen. "Er spricht nicht nur um des Sprechens willen. Das ist gut, denn mir gefällt schnelle, einfache Kommunikation am besten. Mit der Zeit lernt man sich immer besser kennen. Schließlich verbringt man gemeinsam viel Zeit. Manchmal kann er bereits erraten, was ich sagen will", lacht der Niederländer.

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Mit Bildmaterial von LAT.

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