Max Verstappen: Saison 2020 ist wie Abendessen mit einem Liebespaar

Norman Fischer
·Lesedauer: 2 Min.

Podest oder Ausfall - so knallhart lautet die Bilanz von Max Verstappen im Formel-1-Jahr 2020. Immer wenn der Red-Bull-Pilot ins Ziel gekommen ist, landete er auch unter den ersten Drei. Neunmal war das bislang der Fall, viermal schied der Niederländer vorzeitig aus.

"Die Ausfälle sind natürlich nicht toll, aber ansonsten waren wir immer auf dem Podium - mehr kann ich nicht tun", fasst Verstappen seine bisherige Leistung zusammen. Er weiß, dass Platz drei auf den meisten Strecken am realistischsten für ihn ist. "Und das haben wir im Grunde immer geschafft", sagt er. "Mercedes ist in dieser Saison einfach zu dominant."

Einmal konnte Verstappen in dieser Saison beide Mercedes schlagen und sich den Sieg holen - mehr aber auch nicht. Frustrieren lassen möchte er sich davon aber nicht. Er versucht einfach, das bestmögliche Ergebnis zu holen, und freut sich, wenn er wie in Imola nah an den Gegnern dran ist und sie sogar überholen kann. "Das hat wirklich Spaß gemacht."

"Wenn man innerhalb von einer oder zwei Zehntelsekunden dran ist, dann ist man auch motiviert zu versuchen, an ihnen dran zu bleiben und sie zu überholen", sagt er. Wenn die Mercedes hingegen sonst einfach wegziehen und Verstappen im Niemandsland ist, dann gefällt ihm das weniger: "Das ist nicht, was du willst."

Dann heben ihn auch die ganzen Podestplätze nicht an: "Klar ist es schön, auf dem Podium zu sein, aber wenn du da nur der Dritte bist, dann nicht", so der Niederländer. In gewisser Weise fühlt er sich dann neben den Mercedes-Piloten wie das fünfte (in dem Fall dritte) Rad am Wagen - wie bei einem Abendessen mit einem Pärchen.

"Das ist nicht sehr toll. Ich bin lieber derjenige, der ein schön romantisches Dinner hat, anstatt der Dritte zu sein", so Verstappen.

Doch Statistikfreunde aufgepasst: Obwohl Verstappen gefühlt den dritten Platz abonniert zu haben scheint, war er es 2020 eigentlich gar nicht so oft. Nur in drei von bislang 13 Rennen landete er auf dem Bronzerang.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.