Max Verstappen: Zweites starkes Auto kann fürs Team nur gut sein

Norman Fischer
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Red Bull war im Kampf gegen Mercedes in den vergangenen Jahren praktisch ein Ein-Mann-Team. Denn weder Pierre Gasly noch Alexander Albon konnten annähernd mit Max Verstappen mithalten, der alleine gegen die Silberpfeile kaum etwas ausrichten konnte. Mit Sergio Perez hat der Rennstall nun einen Fahrer verpflichtet, der dieses Manko beheben soll.

"Er hatte eine großartige Saison und hat mit dem Auto, das er hatte, tolle Leistungen gezeigt", freut sich der Niederländer auf einen starken Teamkollegen. "Er bringt dem Team etwas mehr Erfahrung und ich freue mich, mit ihm zusammenzuarbeiten. Er ist ein netter Kerl, von daher bin ich sicher, dass wir gut miteinander auskommen werden."

"Ich hoffe, dass wir es Mercedes mit zwei Autos etwas schwieriger machen können", kommt Verstappen dann auch auf den Punkt, warum Red Bull das zweite Cockpit neu besetzt hat. Albon konnte die Erwartungen 2020 nicht erfüllen und Verstappen selten helfen. Abu Dhabi war dahingehend eine Ausnahme, als Albon Anschluss an Lewis Hamilton hielt.

Das wünscht sich Verstappen öfter, denn er weiß, dass er sonst im WM-Kampf auf verlorenem Posten steht. "Meistens wenn wir konkurrenzfähig waren, war ich das einzige Auto, das versucht hat, sie (Mercedes) zu schlagen und etwas anderes zu machen", sagt er.

"Aber mit einem Auto können sie immer die richtige Strategie fahren, weil sie mich immer mit einem Auto covern können. Von daher war es immer schwierig, mit ihnen zu kämpfen", so Verstappen. Von Perez wünscht er sich nun, dass er das Team motiviert und auch ihn selbst antreibt. "Es ist immer schön, einen Teamkollegen zu haben, der einen pusht."

Das konnte zuletzt Daniel Ricciardo, bevor der Australier in Richtung Renault ging. Mit Albon ging Verstappen in den vergangenen Wochen durchaus härter ins Gericht und nannte seine Leistungen "nicht herausragend", selbst als dieser auf das Podium gefahren war.

Gut möglich, dass sich Verstappen daher selbst für einen stärkeren Teamkollegen bei Red Bull ausgesprochen hat. "Ich habe sogar selbst den Vertrag mit ihm unterschrieben. Ich hatte das Sagen", scherzt er. "Ich habe auch das Gehalt extra niedrig gehalten."

Alexander Albon hatte es mit Max Verstappen ziemlich schwer

Alexander Albon hatte es mit Max Verstappen ziemlich schwer<span class="copyright">Motorsport Images</span>
Alexander Albon hatte es mit Max Verstappen ziemlich schwerMotorsport Images

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"Nein", wird er ernster. "Natürlich haben wir darüber gesprochen, und ich habe meine ehrliche Meinung gesagt. Es war das ganze Jahr über klar, dass es manchmal etwas, nun ja, schwierig für Alex war", so Verstappen. "Er ist ein toller Typ, ehrlich, und ich freue mich, dass er weiterhin ein Teil des Teams bleibt. Aber am Ende des Tages treffen Helmut [Marko], Christian [Horner] und Dietrich [Mateschitz] die Entscheidung."

Dass 2021 besser wird, daran hat Verstappen keinen Zweifel: "Checo ist ein guter Typ. Er ist gut zu den Reifen, er ist ein guter Racer, er ist intelligent. Und das wird den Unterschied machen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.