Wie McLaren ohne eigenes Motorhome klarkommen würde

Stefan Ehlen
motorsport.com

"Eigentlich arbeiten wir ja schon mehrheitlich aus temporären Quartieren heraus. Und das geht ziemlich gut", sagt McLaren-Boss Zak Brown. Damit ist klar: Er stünde einem Verbot der individuellen und kostspieligen Motorhomes positiv gegenüber. Eben dies hatte Formel-1-Sportchef Ross Brawn unlängst als möglichen Beitrag zum Umweltschutz auserkoren hier mehr erfahren!.

Hintergrund dieser Überlegungen ist der Wunsch der Rennserie, ihren ökologischen Fußabdruck über die kommenden Jahre dramatisch zu reduzieren. Ganz praktisch wäre dies zum Beispiel durch den Wegfall der vielen Lkw-Transportfahrten zu schaffen, die notwendig sind, um die gewaltigen Motorhome-Anlagen von einem Rennplatz zum nächsten zu bringen.

Brown erkennt den Charme dieser Idee und meint: "Wahrscheinlich würden wir das unterstützen. Singapur, Mexiko, Abu Dhabi, Bahrain - überall gibt es sehr schöne Anlagen. Wir müssten aber wissen, wie das Angebot vor Ort an der jeweiligen Strecke aussieht, weil manche Kurse da bessere Arbeit leisten als andere."

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Ohne Motorhome, wenn ...

Denn wie üblich in der Formel 1 geht es nicht nur um das rein Sportliche, nämlich die Versorgung des Einsatzteams an der Rennstrecke, sondern vor allem um das Hospitality-Angebot für Partner und Sponsoren. "Für all das brauchen wir ausreichend Platz", sagt Brown.

Mercedes

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Unterm Strich müsse den Teams auch die Gelegenheit gegeben werden, gestellte Unterkünfte an die jeweiligen Bedürfnisse anzupassen, so der McLaren-Boss weiter. "Wir wollen dann schließlich immer noch die Möglichkeit haben, die Marke McLaren von anderen Marken zu differenzieren."

"Ich glaube, das ist machbar. Unterm Strich gefällt uns dieser Ansatz", meint Brown.

McLaren war einst Vorreiter

Dabei zählte McLaren vor Jahren zu den Vorreitern der modernen Motorhomes in der Formel 1 und hatte schon früh statt vergleichsweise simplen Konstruktionen aus Bussen, Zelten und Trucks eine eigens designte Hospitality-Einheit am Start. Die anderen Teams zogen nach, die Lkw-Kolonne der Rennserie wuchs immer weiter.

Ob bald deutlich weniger Lastwagen im Fahrerlager erforderlich sind? Darauf arbeitet Formel-1-Sportchef Brawn jedenfalls hin. Das muss er auch, wenn er das große Ziel erreichen will, den Grand-Prix-Sport bis zur Saison 2030 klimaneutral zu gestalten. Eine weitere Maßnahme, die dabei diskutiert wird: der Einsatz von alternativen beziehungsweise synthetischen Kraftstoffen.

Mit Bildmaterial von LAT.

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