McLaren: Sainz' Belgien-Antrieb "am Leben", Norris vor Motorenstrafe

Maria Reyer
motorsport.com

Das McLaren-Team erlebte beim Grand Prix von Belgien gleich eine doppelte Enttäuschung. Während Carlos Sainz vom Start weg mit Motorproblemen zu kämpfen hatte, rollte Lando Norris in der letzten Runde aus. Zumindest der Motor des Spaniers konnte für Italien gerettet werden, der Rookie wird hingegen eine Startplatzstrafe abbüßen müssen.

Sainz ist froh, bestätigen zu können, dass sein Renault-Antrieb "am Leben" ist. Bereits vor dem Start des Grand Prix in Spa-Francorchamps erlitt er einen Verlust der Motorleistung. Er konnte nur eine Runde absolvieren, bevor er aufgeben musste.

Teamkollege Norris lag fast das gesamte Rennen auf dem aussichtsreichen fünften Rang, als er zu Beginn der letzten Runde plötzlich ebenfalls Leistung verlor. Auf Start-Ziel musste er den McLaren abstellen, die wertvollen Punkte waren weg. Er wird in Italien einen neuen Renault-Motor einsetzen, was eine Strafe nach sich zieht.

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Das sei allerdings schon vor den Problemen in Belgien der Plan gewesen, bestätigt das Team. "Ich war sehr enttäuscht, wie das gesamte Team. Es zeigt einfach, das immer etwas passieren kann. Man darf sich nicht zu viele Hoffnungen machen. Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist", hat Norris aus dem bitteren Ende gelernt.

Darauf angesprochen, ob er sich Sorgen über die Zuverlässigkeit mache, antwortet der 19-Jährige: "Ich denke, jeder macht sich Gedanken über die Zuverlässigkeit, nicht nur Renault. Wir haben auch andere Motorschäden am Wochenende gesehen. Es gab dieses Jahr viele Probleme, aber vieles lag auf unserer Seite."

Ihm kommt es dennoch so vor, als habe er "mehr Pech" als andere Fahrer. Ist das Problem für das Wochenende in Monza nun aus der Welt geschafft? "Ich weiß nicht, ob ich zuversichtlich sein soll. Ich hoffe natürlich." Das Problem sei gefunden worden, jetzt heißt es, dieses zu eliminieren.

"Wir alle arbeiten daran. Ich würde gerne sagen, dass wir ein solches Problem nie haben werden, aber ich kann es nicht garantieren." Teamkollege Sainz wird versuchen, mit dem Belgien-Motor das Training am Freitag zu bestreiten, obwohl davon auszugehen ist, dass er einen Wechsel für das Rennen vornehmen wird.

"Wir wissen, wo das Problem lag", bestätigt auch der Spanier. "Die gute Nachricht ist, dass der Motor am Leben ist. Ich werde ihn morgen im Training verwenden. Mal schauen, wie es läuft." Nach dem Training dürfte er dann aber auch auf die neue Spec C wechseln.

Bereits in Spa hat er den neuesten Antrieb am Freitag im Training ausprobiert, wofür er in der Startaufstellung zurückversetzt wurde. Bei Norris ging der Spec B kaputt, der in Monza nicht mehr einsatzfähig ist. Er wird einen alten Motor am Freitag einsetzen, und am Samstag auf die neue Spec C umrüsten, was eine Strafe nach sich ziehen wird. Zur Motorenübersicht auf de.motorsport.com!

Mit Bildmaterial von LAT.

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