Medien: Tokios Olympia-Chef tritt nach Sexismus-Eklat zurück

SPORT1
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Tokios Olympia-Chef Yoshiro Mori beugt sich nach seinen sexistischen Aussagen offenbar dem öffentlichen Druck und tritt zurück.

Der Vorsitzende des Organisationskomitees der Olympischen Sommerspiele in Tokio, Yoshiro Mori, beugt sich nach seinen sexistischen Aussagen offenbar dem öffentlichen Druck und tritt zurück. (SERVICE: Alles zu Olympia)

Wie japanische Medien am Donnerstag übereinstimmend berichteten, soll der 83-Jährige seinen Rückzug am Freitag offiziell verkünden.

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Mori hatte Medienberichten zufolge in der vergangenen Woche in einer Sitzung des japanischen Olympia-Komitees (JOC) gesagt, Frauen würden Sitzungen in die Länge ziehen, weil sie "Schwierigkeiten haben, sich präzise auszudrücken". Treffen mit vielen Teilnehmerinnen würden daher "viel Zeit in Anspruch nehmen".

Der Ex-Premierminister hatte wenig später für die Aussagen um Entschuldigung gebeten, dabei aber auch erklärt: "Ich höre diese Dinge häufig. Ich spreche in letzter Zeit nicht viel mit Frauen, also weiß ich das nicht."

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Olympia-Boss sorgt für Empörung

Die Berichte über Moris Äußerungen hatten in Japan einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Premierminister Yoshihide Suga erklärte, solche Kommentare "sollten nicht erlaubt sein", das Internationale Olympische Komitee (IOC) bezeichnete die Aussagen als "absolut unangemessen".

Eine Umfrage des japanischen Senders NHK ergab, dass 36 Olympia-Sponsoren Moris Aussagen für "inakzeptabel" halten.

Auch schon vor den Aussagen Moris hatten die Olympiabefürworter mit Akzeptanzproblemen in der japanischen Bevölkerung zu kämpfen. In jüngsten Umfragen sprachen sich über 80 Prozent der Bürger gegen eine Austragung in diesem Jahr (23. Juli bis 8. August) aus.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)