Trotz Sturz und Mega-Rückstand! Schwedin schockt Johaug

Sportinformationsdienst
Sport1

Norwegens Star-Skilangläuferin Therese Johaug hat zum insgesamt dritten Mal und zum ersten Mal nach ihrer Dopingsperre den Gesamtweltcup gewonnen, beim traditionellen Langstreckenrennen am Holmenkollen aber eine überraschende Niederlage kassiert.

Die 31 Jahre alte Johaug musste sich im Zielsprint nach 30 km der elf Jahre jüngeren Schwedin Frida Karlsson geschlagen geben und verlor erstmals nach zehn Distanzsiegen in Serie. Karlsson lag dabei zwischenzeitlich mehr als eine Minute zurück und musste zudem einen Sturz verkraften.

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Katharina Hennig aus Oberwiesenthal glänzte als Sechste mit ihrem zweitbesten Karriereresultat.


Johaug setzte sich früh ab

Johaug hatte sich bereits nach vier Kilometern abgesetzt und zeitweise mit 50 Sekunden geführt, verzichtete aber im Gegensatz zu Karlsson in der Schlussphase auf einen Skiwechsel. Mit dem besseren Material zog die Schwedin noch vorbei und siegte mit 1,2 Sekunden Vorsprung.

Johaug, die zuvor von 18 Distanzrennen der Saison 16 gewonnen hatte, ist im Weltcup dennoch bei fünf ausstehenden Rennen nicht mehr einzuholen.

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Hennig, im Januar bei der Tour de Ski in Val di Fiemme über 10 km als Dritte erstmals auf dem Weltcup-Podium, lief zumeist an der Spitze der Verfolgergruppe ein starkes Rennen und lag im Ziel 43,9 Sekunden hinter Johaug. Die Schwedin Ebba Andersson auf Rang drei hatte 23 Sekunden Vorsprung auf Hennig.   

Keine Zuschauer am Holmenkollen

Die Wettkämpfe in den drei nordischen Sparten - neben dem Spezial-Langlauf noch die Kombination und das Spezial-Skispringen - finden bei den ansonsten bestens besuchten Holmenkollen-Spielen diesmal wegen der Coronakrise offiziell unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. 


Zahlreiche Fans hatten sich dennoch ihren Weg durch die Wälder rund um Oslo gebahnt und verfolgten das Rennen an der Strecke.

Vor allem der 50-km-"Marathon" der Männer am Sonntag ist gewöhnlich ein Volksfest, bei dem Tausende von Norwegern grillend und feiernd in den Waldgebieten entlang der Loipe campieren.

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