Negativ-Lauf nach furiosem Start - aber auf ALBAs Sikma ist Verlass

SID
·Lesedauer: 2 Min.

Titelverteidiger ALBA Berlin ist mit einem ungefährdeten Heimsieg in die neue Saison der Basketball Bundesliga (BBL) gestartet.

Der Double-Gewinner schlug im Auftaktspiel die Fraport Skyliners aus Frankfurt nach einer dominanten ersten Hälfte mit 79:66 (49:22). (SERVICE: Alle Spiele und Ergebnisse der BBL) Derweil gab es Kritik, nachdem die Gesundheitsämter mit Quarantäne-Maßnahmen für drei Spielabsagen gesorgt hatten.

Michael Koch, Sportdirektor der betroffenen Giessen 46ers, bemängelte, dass im Sport mit zweierlei Maß gemessen werde. "Denn auch im Fußball gab es positive Coronafälle. Auch bei Bayern München", sagte der Europameister von 1993 im Deutschlandfunk: "Die Mannschaft wurde dort nicht aus dem Verkehr gezogen, es wurde keine 14-tägige Quarantäne der Mannschaft vorgeschrieben."

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Wie im Pokal prägten Absagen den Ligastart. Am Donnerstag waren die Begegnungen Gießen - MBC Weißenfels und medi Bayreuth - Telekom Baskets Bonn gestrichen worden, am Freitag das Duell Hakro Merlins Crailsheim - Niners Chemnitz. Quarantäne stoppte Gießen, Bayreuth und Aufsteiger Chemnitz.

Die BBL ist nun schon acht Spiele im Rückstand. Im Pokal sind fünf abgesagte Begegnungen, darunter drei von Titelverteidiger ALBA, noch nicht nachgeholt. Hinzu kommen die drei Partien vom ersten BBL-Spieltag. (SERVICE: Die BBL-Tabelle)

Negativ-Lauf gegen Ende bei ALBA

ALBA, das die Quarantäne bereits hinter sich hat, ließ den Skyliners keine Chance. Gegen Frankfurt, das unter der Woche Spieler isolieren musste, letztlich aber keine Coronafälle hatte, überzeugte besonders Luke Sikma (14 Punkte).

Allerdings leistete sich ALBA am Spielende einen 0:23-Negativlauf. "Wir haben abgeschaltet, haben die Intensität verloren. Das war sehr, sehr schlecht", sagte Nationalspieler Johannes Thiemann bei SPORT1.

Dieser Run der Frankfurter war auch ALBA-Headcoach Alejandro Garcia Reneses nicht verborgen geblieben, wie er nach dem Match zugab. "Frankfurt hatte Probleme, ins Spiel reinzukommen. Am Ende haben sie aber mit sehr viel Intensität und Fokus gespielt", lobte er den Gegner.

Er wollte seinem Team dennoch keinen allzu großen Vorwurf machen: "Im Moment geht es für uns aber nicht primär um das Gewinnen oder Verlieren. Wir wollen uns stetig von Spiel zu Spiel steigern und uns körperlich verbessern. Das ist natürlich nicht einfach, weil wir derzeit nur wenig trainieren können. Deswegen müssen wir uns diese Fortschritte auch über die Spiele erarbeiten."

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Am Samstag war ratiopharm Ulm mit einem 90:77 (42:41) bei s.Oliver Würzburg gestartet. Bester Werfer der Gäste war Nationalspieler Andreas Obst mit 25 Punkten.