FCB-Party: Wer Davies küsste und wie lange gefeiert wurde

Florian Plettenberg
Sport1

Dienstagabend um 22.24 Uhr war es vollbracht.

Der FC Bayern kürte sich mit einem hart erkämpften 1:0-Sieg beim SV Werder Bremen zum ersten Corona-Meister der Bundesliga-Geschichte.

Zwar hielt sich der öffentliche Jubel der FCB-Stars über die achte Meisterschaft in Folge in Grenzen. Am Abend im Hotel wurde unter Einhaltung der Corona-Regeln dann aber doch noch ein wenig gefeiert.

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SPORT1 war in Bremen dabei und zeigt das Geister-Meister-Protokoll. 

20.28 Uhr: Thomas Müller betritt als einer der ersten Bayern-Spieler das satte Grün im Weser-Stadion und ruft: "Auf geht’s, Männer". Kurz vor dem Anpfiff pusht Leon Goretzka seine Mitspieler mit den Worten "Come on, boys".

20.49 Uhr: Alphonso Davies tritt nach einem Zweikampf mit Leonardo Bittencourt nach, bekommt dafür aber nur die Gelbe Karte. Es folgen Wortgefechte zwischen der Bremer und der Bayern-Bank. Ersatz-Torwart Sven Ulreich nimmt Davies in Schutz und brüllt: "Der hat ihn doch gar nicht getroffen."


21.04 Uhr: Aus einem Geisterspiel wird ein Geister-Fight, viele Zweikämpfe werden geführt. Nach einem Foul von Joshua Kimmich an Milot Rashica fordert SVW-Trainer Florian Kohfeldt die Gelbe Karte. Kimmich ruft daraufhin in Richtung Kohfeldt: "Ey, hör mal auf, die ganze Zeit zu meckern."

21.13 Uhr: Nach einem Traumpass des starken Jérôme Boateng erzielt Robert Lewandowski mit seinem 30. Saisontor den Siegtreffer. Kimmich jubelt intensiv mit dem Vorlagengeber.

22.18 Uhr: Manuel Neuer pariert mit einem Weltklasse-Reflex einen Kopfball von Yuya Osako. David Alaba springt seinem Kapitän vor Freude an die Brust.

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22.24 Uhr: Diesmal springt Neuer nach Abpfiff jubelnd seine Vorderleute an. Lucas Hernández rennt ihm in die Arme. Cheftrainer Hansi Flick umarmt auf der Ersatzbank Fitness-Chef Dr. Holger Broich und Sportdirektor Hasan Salihamidzic.

22.25 Uhr: Neuer geht auf der Ersatzbank zu Co-Trainer Hermann Gerland und ruft "Tiger", umarmt dann Flick. Salihamidzic zieht Serge Gnabry zu sich, die Umarmung zwischen ihm und Boateng fällt kürzer aus. Davies bekommt von "Brazzo" einen Kuss auf die rechte Wange.

Alaba sagt zu Michael Cuisance: "Yes, boy" und jubelt wenig später in Richtung Tribüne, auf welcher unter anderem Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge, Präsident Herbert Hainer und Vorstands-Mitglied Oliver Kahn feiern. Die Mannschaft samt der mitgereisten Bayern-Delegation machen die Welle, Müller fragt scherzeshalber: "Wo sind die Bengalos?".


22.30 Uhr: Die Mannschaft, das Trainerteam und die Betreuer versammeln sich mit ihren Meistershirts und Meister-Kappen in einem Kreis auf dem Spielfeld. Flick hält die Rede und legt seine Hand für einen kurzen Moment auf die Schulter von Salihamidzic. Müller ruft daraufhin spitzfindig "Schulterschluss, Schulterschluss!" und scheint in Müller-Manier darauf anspielen zu wollen, dass Flick und Salihamidzic zuletzt nicht immer einer Meinung gewesen sein sollen.

22.33 Uhr: Auf dem Weg in die Kabine stimmt Neuer an: "Deutscher Meister wird nur der FCB." Kaum ein Spieler singt mit, ein Spieler ersetzt "FCB" durch "BVB". Müller versucht es mit einem "Oh, wie ist das schön". Klappt auch nicht, dafür wird in der Kabine gesungen.

22.35 Uhr: Rummenigge und Hainer passieren mit Mundschutz die Pressetribüne, um wenig später am Spielfeldrand Interviews zu führen.

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Ca. 22.50 Uhr: Im Moment des Erfolgs dankt Flick auf der Pressekonferenz Niko Kovac, unter dem er zuvor Co-Trainer war. "Ich bin Niko sehr dankbar, dass er auf die Idee gekommen ist, mich nach München zu holen", sagt Flick auf SPORT1-Nachfrage.

Währenddessen stimmt Alaba in der Kabine lautstark "Campeones" an. Es fließen Bier und Schampus, auch Salihamidzic ist in der Kabine. Aus den Boxen dröhnen Songs von Rapper Apache.

Ca. 23.30 Uhr: Im Hotel "Atlantic", etwa drei Kilometer vom Weser-Stadion entfernt, feiert die Mannschaft die 30. Meisterschaft der Vereinsgeschichte. Einige Spieler gönnen sich ein kaltes Bier, auf den Tischen stehen auch etliche Wasserflaschen. Kalbsschnitzel mit Pommes frites und Zitrone ist am Buffet heiß begehrt.


Bei der Mini-Feier wird auf den Mindestabstand von 1,50 Meter geachtet, Tische stehen weit voneinander entfernt. In einer Ansprache gratuliert Flick dem Team nochmals zur Meisterschaft, legt aber direkt den Fokus auf das Pokalfinale am 4. Juli und die Champions League im August.

Nach SPORT1-Informationen endet die Feier gegen 5 Uhr morgens, etliche Spieler verabschieden sich wesentlich früher.

Nach einem freien Mittwoch werden die Meister-Bayern am Donnerstag wieder ins Training einsteigen, denn zwei Titel-Partys sollen noch folgen.

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