Meister-Titel ganz nah! ALBA entzaubert Riesen

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Lange Gesichter beim Underdog um den humpelnden Marcos Knight - mehr als die halbe Miete dagegen für den Favoriten aus der Hauptstadt nach einer Basketball-Machtdemonstration: (SERVICE: Spielplan, Zeiten und Ergebnisse)

ALBA Berlin hat im ersten Endspiel gegen die MHP Riesen Ludwigsburg beim Final-Turnier der easycredit BBL gleich die Muskeln spielen lassen und einen eindrucksvollen 88:65 (46:29)-Sieg davongetragen. (das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

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Vor dem Rückspiel am Sonntag (15 Uhr, LIVE im TV und Stream auf SPORT1) trennt die noch immer ungeschlagenen Albatrosse um Nationalspieler Niels Giffey angesichts eines mehr als 20 Punkte betragenden Punkte-Polsters damit nur noch ein winziger Schritt bis zu ihrem ersten Meistertitel seit zwölf Jahren.

"Ich freue mich, dass wir alle bei 20 Punkten vorne noch nicht satt sind", sagte Giffey, mit 12 Punkten einer der besten Scorer seiner Mannschaft, bei MagentaSport: "Es macht mich sicherer fürs zweite Spiel, dass wir in einem guten mentalen Status sind."


Knights Ausfall trifft Riesen schwer

Besonders bitter für die bisherigen Überflieger aus Ludwigsburg: Headcoach John Patrick war wie befürchtet Topscorer und Antreiber Marcos Knight ausgefallen. (Spielplan des Final-Turniers) 

Der 30 Jahre alte Amerikaner hatte sich bereits im zweiten Vorrundenspiel gegen Frankfurt am rechten Sprunggelenk verletzt. Nach dem zweiten Halbfinalspiel gegen ratiopharm Ulm, in dem er die Riesen mit 26 Punkten fast im Alleingang in ihr erstes Finale geführt hatte, konnte er dann kaum noch laufen.

Ob Knight am Sonntag eingesetzt werden kann, ist eher unwahrscheinlich - selbst wenn John Patrick erklärte: "Wenn er überhaupt joggen kann, wird er spielen."

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Ludwigsburgs Trainer haderte: "Wir haben unsere Konzentration verloren, manche Spieler waren übermotiviert, wollten es in die Hand nehmen, wie Marcos das manchmal macht, aber das ist nicht unser Spiel. Unser Rebounding war eine Katastrophe."


ALBA setzt sich immer mehr ab

"Schade", hatte Patrick vor dem Spiel bei MagentaSport über Knight gesagt, "er hat eine unglaublich wichtige Rolle bei uns, aber jetzt müssen andere in die Bresche springen." Dies gelang allerdings nicht.

Nach verbissenem Beginn gerieten die Riesen nach sieben Spielminuten erstmals mit sechs Punkten in Rückstand, anschließend bauten die Berliner ihren Vorsprung vor allem dank der treffsicheren Rokas Giedraitis und Martin Hermansson (je 14 Punkte) sowie Giffey, Marcus Eriksson und Landry Nnoko (je 12) stetig aus. 

Zwischenzeitlich hatte der achtmalige deutschen Meister ALBA, der am Sonntag sein erstes Double seit 2003 perfekt machen kann, sogar mit 30 Punkten geführt, agierte aber im Schlussviertel bisweilen ein wenig zu lässig.

Für die Ludwigsburger, die nach fünf Halbfinal-Teilnahmen erstmals um den Titel spielen, erzielte Jonas Wohlfarth-Bottermann elf Punkte. 

Berlin schon in Vorrunde unaufhaltsam

Ein Spiel gegen sie seien "40 Minuten Hölle" hatten die Ludwigsburger betont. Und auch die Berliner hatten bereits ihre Erfahrungen mit dem Zweiten der abgebrochenen regulären Saison gemacht: In der Vorrunde gelang ALBA ein schwer erkämpfter Sieg, 97:89.


"Kein Team europaweit, das schon mal die Erfahrung mit Ludwigsburg gemacht hat, wünscht sich, gegen die zu spielen", hatte ALBAs Manager Marco Baldi vor dem Spiel angemerkt und betont: "Jetzt geht es aber auch nicht um wünschen, jetzt geht es um Titel."

Und der ist nun zum Greifen nah: Berlin hatte die Vorrunde ohne Niederlage überstanden und dabei auch Ludwigsburg in einem engen Spiel mit 97:89 bezwungen.

Im Viertelfinale gegen die BG Göttingen und im Halbfinale bei zwei eindrucksvollen Siegen gegen die EWE Baskets Oldenburg war der Pokalsieger mit seinem großen Kader ebenfalls nicht zu schlagen und wirkte unantastbar. 

Riesen-Coup gegen Bayern und Ulm

Ludwigsburg wiederum hatte sich in der K.o.-Runde zunächst mit insgesamt nur drei Punkten Unterschied gegen die Bayern und danach gegen die bis dahin unbesiegten Ulmer mit einem Unentschieden und einem Sieg durchgesetzt. 

Auf ihren ersten Titel aber werden die Riesen wohl noch warten müssen.


Das Spiel im Stenogramm:

ALBA Berlin - MHP Riesen Ludwigsburg 88:65 (46:29)
Beste Werfer: Hermannsson (14), Giedraitis (14), Eriksson (12), Giffey (12), Nnoko (12), Sikma (10), Siva (10) für Berlin  - Weiler-Babb (11), Wohlfarth-Bottermann (11) für Ludwigsburg

So können Sie das BBL-Finalturnier LIVE verfolgen:

TV: SPORT1, MagentaSport
Stream: SPORT1.de, MagentaSport
Ticker: SPORT1.de und SPORT1 App

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