Melania Trumps Adventsdeko: Weiße Horror-Weihnacht

Moritz PiehlerFreier Autor
Die Weihnachtsdeko des Weißen Hauses ist eine große Sache in den USA. Mehr als 100 Veranstaltungen werden im Dezember dort stattfinden, über 30,000 Besucher werden erwartet. (Bild: Mark Wilson/Getty Images)
Die Weihnachtsdeko des Weißen Hauses ist eine große Sache in den USA. Mehr als 100 Veranstaltungen werden im Dezember dort stattfinden, über 30,000 Besucher werden erwartet. (Bild: Mark Wilson/Getty Images)

Sie hat es schon wieder getan. Auch 2019 dekorierte Melania Trump das Weiße Haus zu Weihnachten und wie schon im vergangenen Jahr erinnert die Ausstaffierung eher an einen Horrorfilm.

Irgendwie tut sich die US-Amerikanische First Lady schwer mit öffentlichen Auftritten. Meist wirkt sie unnahbar und distanziert, als wolle sie am liebsten sofort wieder verschwinden. Zu den traditionellen Pflichten der First Lady, um die sie nicht herum kommt, gehört aber das alljährliche Eröffnen der Weihnachtssaison inklusive der Dekoration des Weißen Hauses. Im vergangenen Jahr erntete sie dafür viel Hohn und Spott, weil das gesamte Dekor auf blutroten Bäumen basierte. Die “blood red trees” wirkten wie von einem Set der Macht- und Meuchelserie “Game of Thrones”. Wenig überraschend gab es unzählige Kommentare, Memes und Parodien zu dem von vielen als sehr symbolisch empfundenen Deko-Ansatz.

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Dieses Jahr also würde das Weiße Haus bestimmt auf Nummer sicher gehen und eine neutrale, freundliche und warme weihnachtliche Atmosphäre schaffen, dachten viele. Das Motto, das sich die PR-Abteilung erdacht hatte, lautete “Spirit of America”, der Geist Amerikas, also. Es wurde ein kurzes Video produziert, dass Melania dabei zeigt, wie sie durch die Hallen des Weißen Hauses schreitet und die Deko begutachtet. “‘The Spirit of America’ is shining in the @WhiteHouse!” postete sie dazu auf Twitter. “Shining” war genau das richtige Stichwort, denn genau an diesen Horrorfilm nach Stephen King fühlten sich viele US-Amerikaner bei den Bildern erinnert. Und so dauerte es nicht lange, bis das Internet heiß lief und Vergleiche zu dem Gruselklassiker aus dem Jahr 1980 zog.


Ein User machte sich sogar die Mühe, den kurzen Clip mit der “passenden” gruseligen Tonspur zu untermalen.

Für besondere Belustigung sorgten auch die in den Baum gehängten Scrabble-Buchstaben, die auf ihre Kampagne “Be Best” hinweisen sollten.

Es gab aber auch konstruktive Vorschläge für alternative Weihnachtsdekorationen zum Motto “Spririt of America”:

Es bleibt also dabei, selbst die inszenierten Versuche Melanias, sympathisch und offen zu wirken, gehen meistens nach hinten los. Selbst an Weihnachten wird sie ihr Image als roboterhafte Marionette an der Seite des Präsidenten nicht los, da hilft ihr anscheinend auch noch so viel Deko nicht.

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