Mercedes: Schnelles Auto zu Saisonbeginn hilft bei Budgetobergrenze

Ruben Zimmermann
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In der Formel-1-Saison 2021 greift erstmals die neue Budgetgrenze in der Formel 1. "Diese Regeln bringen die Budgets der großen Teams auf das Niveau des Mittelfelds herunter", erklärt Mercedes-Technikchef James Allison im Hinblick auf den neuen Budgetdeckel in Höhe von 145 Millionen US-Dollar.

"Das war eine sehr interessante Veränderung hier bei Mercedes, da wir eines der größeren Formel-1-Teams sind und nun einen Weg finden mussten, wie wir mit viel geringeren finanziellen Ressourcen als früher in die Saison gehen können", so Allison. Doch was genau ändert sich für Mercedes in diesem Jahr?

"So mussten wir zum Beispiel einen Weg finden, wie wir Komponenten unseres Autos langlebiger machen können, wie wir sie preiswerter produzieren können und wie wir sicherstellen können, dass wir die gleiche Performance wie bislang bringen, obwohl unser Gesamtbudget gesunken ist", erklärt Allison die Herausforderung.

Schnelles Auto = geringere Kosten

"Der Bau des Autos ist nur ein Teil davon. Wir müssen die Autos danach auch einsetzen, weiterentwickeln und die gesamte Saison mit allen Ungewissheiten absolvieren. Zum Beispiel: Wie viele Unfälle wird es geben? Oder: Wie zuverlässig sind die Komponenten und benötigen wir Ressourcen, um eventuelle Probleme vielleicht zu beheben?"

"Die beste Antwort auf die Herausforderungen, vor die uns das neue finanzielle Reglement stellt, wäre es, wenn wir von Anfang an ein schnelles Auto hätten", verrät Allison und erklärt: "Ein schnelles Auto am Saisonbeginn lässt sich im Laufe der Saison preiswerter schnell halten. Hoffen wir also, dass unser Auto schon zu Saisonbeginn gut genug ist."

Denn zusätzlich zur Budgetobergrenze kommt in diesem Jahr erschwerend hinzu, dass die Teams parallel zur Entwicklung der 2021er-Autos auch an den komplett neuen Boliden für die Saison 2022 arbeiten müssen. Auch hier würde ein schnelles Auto helfen, um den Fokus frühzeitig verlagern zu können.

Fokus frühzeitig auf 2022 legen

"Die Saison hat noch nicht einmal begonnen [...] und noch niemand ist auch nur einen Meter weit gefahren - und trotzdem denken wir alle schon ernsthaft über 2022 nach. Das nächste Jahr ist eine komplette Revolution des technischen Reglements", erinnert Allison an die umfassenden Änderungen.

"Diese Änderungen sind so umfangreich und die Autos werden danach so anders sein, dass wir in diesem Jahr einen großen Teil unserer technischen Ressourcen dafür aufwenden werden, um aus darauf vorzubereiten", erklärt er. Das neue Reglement soll in der Formel 1 unter anderem wieder mehr Rad-an-Rad-Duelle ermöglichen.

"Das bedeutet für uns: Wir arbeiten an all dem unter der Budgetobergrenze, noch bevor wir das erste Rennen 2021 gefahren sind und während wir unsere Ressourcen so einteilen müssen, dass wir eine effektive Saison 2021 erleben, gleichzeitig aber an der Zukunft feilen und uns auf das spannende neue Reglement 2022 vorbereiten", so Allison.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.