Mester beendet Karriere: "Man soll gehen, wenn es am schönsten ist"

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Mester beendet Karriere: "Man soll gehen, wenn es am schönsten ist"
Mester beendet Karriere: "Man soll gehen, wenn es am schönsten ist"

Para Leichtathlet Mathias Mester beendet zwei Monate vor den Paralympics in Tokio überraschend seine Karriere. "Man soll gehen, wenn es am schönsten ist. Und wenn einem der Abschluss dann noch vergoldet wird, ist es natürlich sehr besonders. Letztendlich war es aber auch meine körperliche Verfassung, die mich zu dieser Entscheidung veranlasst hat", teilte der "Weltmester" am Donnerstag mit.

Der kleinwüchsige Speerwerfer hatte in der vergangenen Woche bei der Para Leichtathletik-EM im polnischen Bydgoszcz noch den Titel geholt. Er gehe nun "mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Es war eine Wahnsinns-Zeit", sagte der 34-Jährige aus Coesfeld.

Der 1,42 m große Athlet wurde siebenmal Weltmeister, viermal Europameister und 22-mal deutscher Meister. 2007 wurde Mester zum Para Sportler des Jahres des Deutschen Behindertensportverbandes gewählt, er erhielt 2008 das Silberne Lorbeerblatt und 2020 den Sonderpreis des DBS.

"Matze hat uns über viele Jahre als Sportler begeistert und zahlreiche Titel gewonnen. Mit seiner sympathischen und humorvollen Art war er weit über die Grenzen des Para Sports bekannt, ein absolutes Aushängeschild", lobte DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher den Spaßvogel, der sich in den vergangenen Jahren mit lustigen Auftritten in den Sozialen Medien einen Namen gemacht hat.

Er werde dem Sport "natürlich immer verbunden bleiben", sagte Mester: "Ich kann mir grundsätzlich aber viele Dinge vorstellen, wie den Entertainment-Bereich. Es macht mir Spaß, die Leute mit meiner positiven Art zum Lachen zu bringen."

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