Trotz Meuterei in Neapel: Ancelotti bleibt SSC-Trainer

Christoph Wichmann
Sport1

Chaos in Neapel!

Nach dem Champions-League-Spiel gegen den FC Salzburg (1:1, nachzulesen im LIVETICKER) boykottierten Napoli-Trainer Carlo Ancelotti und Stürmer Fernando Llorente die Pressekonferenz. Grund hierfür dürfte ein Zwist mit Vereinsboss Aurelio De Laurentiis sein.

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Dennoch muss Ancelotti offenbar nicht seine Entlassung befürchten. Der SSC vermeldete in einer Pressemitteilung, der frühere Bayern-Coach habe die Entscheidungshoheit über die Durchführung des anvisierten Trainingslagers gehabt. Laut dem Corriere dello Sport sei eine Beurlaubung Ancelottis zu keiner Zeit eine Option gewesen.


Nach drei sieglosen Spielen in der Serie A hatte De Laurentiis der Mannschaft gegen den Willen des Trainers ein mehrtägiges Trainingslager aufgedrückt. "Das Trainingslager ist keine Strafe, sondern eine Gelegenheit, damit sich die Spieler besser kennenlernen", begründete der Boss vor dem Spiel gegen Salzburg seine Entscheidung.

Ancelotti und Team meutern gegen Klubführung

Dass es in Ancelotti, der international eigentlich für seine gute Manieren bekannt ist, seit längerem brodelt, ist spätestens seit seiner Roten Karte im Spiel gegen Atalanta Bergamo kein Geheimnis mehr.

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Der Presse-Boykott am Dienstagabend wurde von den italienischen Medien als offene Konfrontation mit De Laurentiis bewertet.


Auch das Team, das von der Trainingslager-Idee der Klubführung alles andere als begeistert gewesen war, lehnte sich nun gegen den Vereinsboss auf. Anstatt sich zum geplanten Trainingslager im Castel Volturno einzufinden, fuhren die Spieler nach dem Salzburg-Spiel direkt nach Hause.  

Trotz der Pressemittteilung: Die nächsten Tage dürften in Neapel keinesfalls ruhiger werden.

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